Rock im Park 2026 – Tag 3
Sonntag: Feiern, Feiern, Feiern: Der Sonntag bei Rock im Park ist schon seltsam – das Wochenende steckt einem schon in den Knochen, aber nach Hause will man auch noch nicht. Da hilft nur eins: einfach Vollgas geben – und das am besten direkt von Anfang an.
Frühshoppen mit Mehnersmoos
Wie gut, dass der Festivaltag gleich mit Mehnersmoos startete. Die beiden Frankfurter luden zum Frühshoppen ein und brachten auch gleich ihren eigenen Kiosk mit. Zugegeben, bei ihren Songs handelt es sich nicht gerade um besonders tiefgründige Lyrik („Ich mag Bier: B-I-R“) aber sie sind bestens für kollektives Mitgrölen geeignet und machen sogar mit schwerem Kopf gute Laune. Konterbier und Konfetti auf Festival-Art – inklusive kompletter Eskalation. Die Richtung für den Tag war somit vorgegeben: Feiern, Feiern, Feiern! Danach ging es musikalisch einmal quer durchs Programm.
Einmal alles bitte bei Rock im Park 2026!
Bei Loathe aus Liverpool kamen Fans des gepflegten Metalcore voll auf ihre Kosten. Pop-Punk und Nu-Metal gabs bei TX2 und Mastodon zeigte mit ihren krassen Gitarrenriffs und langen Instrumentalteilen, dass sie live einfach ein Macht sind!
Eine kleine Überraschung war DRAIN. Die Jungs aus Santa Cruz sorgten mit ihrem Crossover und Hardcore-Sound für ordentlich Bewegung auf und vor der Bühne. Keine Ahnung woher die Energie kam, aber sie sprangen (…und fielen) auf und ab wie Flummis und schafften es dabei auch noch mitten reinzugehen, in die Menge. Moshpits, Headbangen und mitschreien waren Pflicht: was man eben so macht, an einem Sonntag Nachmittag.
Aber auch bei Bush ging es „mitten rein“. Vor allem Frontmann Gavin Rossdale hatte offensichtlich wenig Lust auf Sicherheitsabstand. Statt brav auf der Bühne zu bleiben, verschwand er einfach mitten ins Publikum und sang direkt aus der Menge heraus weiter. Für die Fans natürlich ein absolutes Highlight – die Security dürfte das Ganze vermutlich etwas weniger entspannt gesehen haben.
Da braut sich was zusammen
Später wurde es laut, schrill und etwas abgedreht, mit maximalen Entertainment: The Hives lieferten eine Show, die eigentlich alles hatte: leuchtende, maßgeschneiderte Anzüge, akkurat gebügelte Hemden, übergroße Tischtennisbälle und Frontmann Pelle Almquist. Der quirlige Schwede ging ab wie ein ein Duracell Häschen. Er rannte über die Bühne, schmiss die Beine in die Luft und dabei sang er auch noch! Die Energie schwappte schnell über und die Menge machte alles mit.
Etwas weniger aufgedreht, aber kein bisschen leiser ging es mit den Architects weiter. Die britische Metalcore Band waren schon oft zu Gast im Park und jedes Mal lieferten sie ordentlich ab. Schon seit über 20 Jahren sind sie eine feste Größe im Musikgeschäft und ihre Fans lieben sie für ihre Hymnen, die emotionale Texte und die wuchtigen Gitarrenriffs.
Je später der Abend wurde, desto deutlicher merkte man allerdings: Irgendetwas braut sich zusammen. Vor der Hauptbühne wurde es immer voller. Schon bei Papa Roach war kaum noch Platz zu bekommen. Und spätestens danach wurde klar: Heute gibt es nur ein Ziel: Linkin Park.
Ausnahmezustand vor der Utopia Stage
Dicht an dicht gedrängt warteten gefühlt alle 80.000 Parkrocker auf den Höhepunkt des diesjährigen Line-Ups. Schnell war es so voll, dass einfach niemand mehr in die ersten Wellenbrecher gelassen wurde. Viele waren tatsächlich vor allem wegen Linkin Park nach Nürnberg gekommen. Schon 2025 waren sie als erster Headliner für Rock im Park 2026 angekündigt worden – entsprechend riesig war die Erwartungshaltung. Mit Emily als neuer Verstärkung feierte die Band ein großes Wiedersehen mit allen Fans. Zwischen Gänsehautmomenten und völliger Eskalation im Moshpit – es war einfach legendär!
Wer dachte, danach würde das Gelände langsam runterfahren, hatte allerdings nicht mit Limp Bizkit gerechnet. Als letzter großer Act des Wochenendes ließen sie den Park noch einmal ordentlich beben. Ein letztes Mal springen, schreien, feiern – genau der Abschluss, den ein Festival wie Rock im Park braucht.
Und damit war es vorbei: Drei Tage feiern, so richtig gute Musik, jede Menge Bier, heftige Circle Pits und jeden Tag 80.000 Freunde!
Wer davon nicht genug bekommen kann, kann sich jetzt schon die auf Rock im Park 2027 mit Headliner Blink 182 freuen! Aber ihr müsst schnell sein, denn die ersten 27.000 Tickets sind bereits verkauft.
Außerdem am Sonntag am Start waren: Babymetal, Trivium, Within Temptation, The Butcher Sisters, Danko Jones u.v.m.
Zum Bericht von Tag 1 – Rock im Park 2026
Zum Bericht von Tag 2 – Rock im Park 2026
Infos zu neuen Bands, Tickets 2027
By Mathias Utz & Jana Meins








