Rock im Park 2026 – Tag 1
Auch in diesem Jahr durften wir wieder Rock im Park 2026 begleiten. Nachfolgend gibt’s die Zusammenfassung vom Tag 1, an dem bereits zahlreiche hochkarätige Bands die mehreren 10.000 Fans begeisterten. Lest unseren Bericht von Mathias Utz und Jana Meins nachfolgend:
Rock im Park 2026 – Freitag: Vollgas vom ersten Act an
Parkrocker wissen: der Sommer 2026 kann erst so richtig starten, wenn auch die Festivalsaison begonnen hat. Voller Vorfreude blickten deshalb viele Festivalfans monatelang sehnsüchtig auf den 5.-7.Juni. Denn an diesem Wochenende sollte das Zeppelinfeld in Nürnberg endlich wieder in eine laute Rockarena verwandelt werden. Endlich wieder Freunde treffen, endlich wieder feiern, endlich wieder die besten Bands der Welt sehen! Ein Muss für alle, die Rock lieben.
Der Freitag bei Rock im Park 2026? Kurz gesagt: voll, laut und erstaunlich früh schon komplett im Festivalmodus. Schon bei den ersten Bands wurde klar, dass dieses Jahr irgendwas anders ist. Vor den Bühnen war es bereits am Nachmittag teilweise so voll wie sonst erst am Abend – 80.000 Besucher, ausverkauftes Gelände und jede Menge Lust auf Eskalation.
Manchmal muss man einfach die Wohnung umgestalten
Die eingefleischten Rock im Park Fans hatten gleich zu Beginn eine Aufgabe: Neuorientierung. Einige Biergärten, Sitzgelegenheiten und Essensstände standen plötzlich an anderen Orten. Kurz sorgte das hier und da für Orientierungslosigkeit („Warte, hier war doch letztes Jahr…?“ „War nicht hier immer die DJ Box?“), am Ende hatte man sich aber erstaunlich schnell an die neue Organisation gewöhnt – spätestens mit einem Bier in der Hand. Und das wichtigste: die Utopia, Mandora und Orbit Stage waren ja immer noch genau da, wo sie sein sollten. Apropos Bier: 6,90 Euro für den Becher sind inzwischen wohl endgültig Festivalrealität. Nicht günstig, aber die Stimmung hat es nicht gebremst.
Starker Einstieg mit Electric Callboy
Musikalisch ging es früh mit ordentlich Energie los. The Pretty Reckless mit Frontfrau Taylor Momsen lieferten ab und zeigten direkt, dass auch die früheren Slots inzwischen ordentlich Publikum ziehen. Danach wurde es wild: Tom Morello, machte mit eigenen Songs, aber auch mit bekannten Rage Against the Machine Krachern ordentlich Druck. Er ist live einfach eine Institution – Gitarrenarbeit auf höchstem Niveau, ohne großes Brimborium.
Three Days Grace sorgten für die ersten Flammen und Crowdsurfer, Bilmuri zeigte wie vielseitig und genreübergreifend Rock sein kann, High Vis eskalierten mit ihrem Punk auf der Orbit Stage und bei Landmvrks aus Frankreich kamen Freunde des gepflegten Metalcore auf ihre Kosten.
Dann kam allerdings der Moment, auf den gefühlt halb Rock im Park gewartet hatte: Electric Callboy. Schon beim Einlass gaben sich die Fans durch ihren schrillen 80s-Trainingsanzug-Dresscode zu erkennen. Und was soll man sagen? Das Publikum bekam, was es verlangte. Die Jungs lieferten Abriss. Komplett. Circle Pits, Konfetti, Party – irgendwo zwischen Eskalation und kollektivem Workout. Dazu gab’s noch einen besonderen Überraschungsmoment: Dexter Holland von The Offspring schaute für einen Gastauftritt vorbei und performte mit den Jungs ihre neue Single „Let The Good Times Roll“. Einer dieser Festivalmomente, bei denen plötzlich alle aufs Handy starren und sich fragen: „Hab ich das gerade wirklich gesehen?“ … und genau das fragten sich auch die Electric Callboys ungläubig als sie sich mit The Offspring für den Videodreh in L.A. trafen. Eine Ehre mit der die Jungs aus Castrop-Rauxel nie gerechnet hätten.
Vielleicht lag bei diesem Kracher Auftritt aber auch das kleine Problem des Abends. Denn später bei Volbeat wirkte die Stimmung stellenweise etwas zurückhaltender als erwartet. Selbst Frontmann Michael Poulsen schien zu merken, dass das Publikum nicht komplett am Anschlag war. Vielleicht hatten viele ihre komplette Energie einfach schon bei Electric Callboy verbraucht?
Blink-182 erster Headliner für Rock im Park 2027
Der Freitag hatte alles, was ein Festivalstart braucht. Gute Shows, Überraschungsmomente, eine Menge Party und dieses Gefühl, dass noch zwei komplette Tage vor einem liegen.
Und dann gab es noch die Nachricht, die das Zeppelinfeld nochmal so richtig hochkochen ließ: Als erster Headliner für Rock im Park 2027 wurden Blink-182 angekündigt. Das sorgte direkt für Euphorie – und vermutlich auch dafür, dass einige schon auf dem Heimweg über Tickets fürs nächste Jahr gesprochen haben.
Weitere Acts am Freitag waren: Wargasm, H-Blockx, Ice Nine Kills, Materia, Bad Omens u.v.m.
By Mathias Utz & Jana Meins








