Nevertel im ausverkauften Kesselhaus Wiesbaden
Nevertel spielten am Dienstag im ausverkauften Kesselhaus des Schlachthof Wiesbaden. Mit Ocean Sleeper als Support wurde der Dienstagabend intensiv, heiß und sehr nah am Publikum.
Nevertel in Wiesbaden: Ausverkauftes Kesselhaus und viel Nähe zum Publikum
Die Show war bereits seit einigen Wochen restlos ausverkauft – was bei dieser Location auch schnell spürbar wird. Wer das Kesselhaus kennt, weiß: Im Gegensatz zur großen Halle gegenüber kann es hier sehr schnell sehr warm und stickig werden.
Bei Außentemperaturen von über 30 Grad hatte der Schlachthof entsprechend vorgesorgt. Da im Kesselhaus technisch keine Klimaanlage wie in anderen Locations möglich ist, wurden Ventilatoren in Richtung Publikum aufgestellt. Zusätzlich wurde immer wieder Wasser an die Fans verteilt. Schließlich sollte es nicht nur im Kesselhaus selbst, sondern auch auf der Bühne schweißtreibend werden!
Ocean Sleeper eröffnen den Abend im Schlachthof Wiesbaden
Kurz nach 20 Uhr starteten Ocean Sleeper aus Australien in den Abend. Die Band kam beim Publikum schnell gut an und hatte schon während des Supports einige Fans auf ihrer Seite, die textsicher mitsangen. Frontmann Karl suchte immer wieder den Kontakt zum Publikum und blieb dabei nicht nur auf der Bühne.
Für einen Song begab er sich direkt in die Menge und sorgte damit für einen der ersten besonderen Momente des Abends. Ocean Sleeper nutzten ihre Spielzeit gut und machten den Raum schon vor dem Hauptact ordentlich warm. Immer wieder bedankte sich Karl für die Gastfreundschaft, die der Band „vom anderen Ende der Welt“ in Deutschland entgegengebracht wird. Unter lautem Applaus konnte anschließend der kurze Bühnenumbau für Nevertel stattfinden.
Nevertel starten mit „Otherside“ in ein intensives Set
Als Nevertel die Bühne betraten, gab es im Kesselhaus kaum noch ein Halten. Bereits im Herbst 2025 war die Band im Frankfurter Nachtleben zu Gast, auch diese Show war damals ausverkauft. In Wiesbaden zeigte sich nun, dass viele Fans der Band treu geblieben sind. In den ersten Reihen waren einige bekannte Gesichter zu sehen, die Nevertel nicht nur im vergangenen Jahr zu mehreren Konzerten begleitet hatten.
Eröffnet wurde der Abend mit dem aktuellsten Track „Otherside“. Der Song stammt nicht vom zuletzt 2025 veröffentlichten Album, funktionierte als Einstieg aber sofort. Danach folgten unter anderem „Break On Me“ und der Klassiker „Break The Silence“. Schon früh war klar, dass Nevertel an diesem Abend nicht lange brauchen würden, um das Publikum mitzunehmen.
Jeremy und Raul suchen immer wieder den Kontakt zu den Fans
Ein großer Teil des Abends lebte von der Nähe zwischen Band und Publikum. Jeremy und Raul suchten immer wieder den direkten Kontakt zu den Fans, gingen nah an die ersten Reihen heran und interagierten auch mit den Handykameras. Gerade im kleinen Kesselhaus wirkte das nicht aufgesetzt, sondern passte gut zur dichten Atmosphäre des Abends.
Die Fans nahmen diese Momente sichtbar gerne an. Es wurde laut mitgesungen, mitgefilmt, gefeiert und immer wieder auf die Reaktionen der Band eingegangen. Trotz der Hitze blieb die Stimmung im Raum positiv. Vorne wurde die Energie der Show direkt zurückgegeben, hinten kämpfte man eher mit der stickigen Luft, blieb aber trotzdem bis zum Ende der Show dabei.
„SYM“ mit Karl von Ocean Sleeper als Gast
Für zusätzliche Abwechslung sorgte „SYM“. Zu diesem Song holten Nevertel Frontmann Karl von Ocean Sleeper noch einmal mit auf die Bühne. Nach seinem starken Auftritt mit der Supportband war das eine schöne Verbindung zwischen beiden Acts und wurde vom Publikum entsprechend gefeiert.
Gerade solche Momente funktionieren in einer kleinen, ausverkauften Location immer wieder auf’s Neue. Der Gastauftritt wirkte nicht wie ein kurzer Pflichtmoment, sondern brachte noch einmal neue Energie in das Set. Das Publikum reagierte sichtbar erfreut und machte auch hier direkt mit.
Fazit: Ausverkauft, heiß und am Ende sehr zufrieden
Schon vor der Öffnung hatte sich vor dem Kesselhaus eine kleine Schlange gebildet. Die Nachfrage war also nicht nur auf dem Papier groß, sondern auch vor Ort spürbar. Dass die Show ausverkauft war, merkte man spätestens im Raum selbst: eng, warm, laut und voller Fans, die ganz offensichtlich Lust auf diesen Abend hatten. Wer im letzten Jahr dabei war, wusste irgendwie: Das war sicher nicht die letzte Show, die man von der Band gesehen hat.
Nevertel lieferten in Wiesbaden eine Show, die vor allem durch Nähe, Publikumsinteraktion und die Energie im Raum funktionierte. Große Umwege brauchte es dafür nicht. Die Band hatte ein textsicheres Publikum vor sich, nutzte die kleine Bühne gut aus und brachte trotz schwieriger Temperaturen eine ausgelassene Stimmung ins Kesselhaus.
Am Ende gingen viele Fans sichtbar zufrieden aus der Location. Verschwitzt, aufgeheizt, aber glücklich – und damit ziemlich genau das, wie man nach einem solchen Konzertabend im Kesselhaus eben rausgeht, wenn die Show gut war. Und ja, das war sie! Wir empfehlen unbedingt, Neverteil einmal live anzusehen, wenn man Nu Metal mag.
Ein besonderes Lob geht an dieser Stelle auch noch an die Lichttechnik raus. Die hat an diesem Abend nicht nur den Fans Spaß gemacht – nein, auch als Konzertfotograf:in hatte ich hier viel Spaß an der Musik, der Show UND dem Licht! 🙂









