Magnolia Park in Wiesbaden: Hitze, Bewegung und ein ausverkauftes Kesselhaus
Am Donnerstagabend machten Magnolia Park im Schlachthof Wiesbaden Halt. Genauer gesagt im Kesselhaus, das an diesem Abend ausverkauft war. Draußen war es warm (nett ausgedrückt), drinnen wurde es nicht unbedingt kühler. Die Fans waren früh da, die Energie im Raum war schnell spürbar und spätestens beim Auftritt der Band war klar: Das wird kein Abend zum entspannten Zurücklehnen.
Magnolia Park bringen live genau den Sound auf die Bühne, mit dem sie sich in den letzten Jahren eine stetig wachsende Fanbase erspielt haben. Pop-Punk, Alternative Rock, Emo-Einflüsse und moderne Produktion treffen hier auf Songs, die live bestens funktionieren. Die Fans im Kesselhaus ließen sich von der Hitze nicht abhalten.
Magnolia Park setzen auf Songs statt lange Ansagen
Viele Worte brauchte die Band an diesem Abend nicht. Große Ansprachen oder lange Erklärungen blieben eher die Ausnahme. Magnolia Park ließen stattdessen die Songs für sich sprechen und hielten das Set dadurch angenehm kompakt und nach vorne gerichtet. Zwischen den Tracks blieb kaum Zeit, um die Stimmung abkühlen zu lassen.
Schon mit den ersten Songs war ordentlich Bewegung im Publikum. Besonders „High“, der dritte Song des Sets, wurde deutlich gefeiert und sorgte früh für einen der stärkeren Momente des Abends. Vor der Bühne wurde mitgesungen, getanzt und immer wieder Platz für Mosh- und Circlepits gemacht.
Textsicheres Publikum und viel Bewegung
Es zeigte sich schnell, dass Magnolia Park in Wiesbaden ein Publikum anzogen, das nicht nur neugierig vorbeischaute, weil sie die Band „auf irgendeinem Festival“ gesehen hatten. Viele Fans waren textsicher, gingen direkt mit und sorgten immer wieder für Bewegung im Kesselhaus. Zwischen Mitsingen, Tanzen und den besagten kleineren Mosh- sowie Circlepits blieb die Stimmung stets auf einem guten Niveau.
Gerade diese Mischung machte den Abend angenehm: genug Energie für einen Donnerstagabend im aufgeheizten Kesselhaus, aber trotzdem eine entspannte Atmosphäre. Schließlich sollte ja bei der Hitze auch keiner umkippen.
Von „Animal“ bis „Misfits“
Die Setlist beinhaltete unter anderem Tracks wie „Animal“, „Shadow Talk“, „Cult“ oder auch „Omen“ und „Ask For It“. Als Zugabe folgte „I2I“, das vielen als Disney-Cover bekannt sein dürfte. Zu dem Song sagte die Band einst übrigens selbst: „‚I2I‘ ist ein wichtiger Teil der Schwarzen Geschichte und hat uns alle als Kinder inspiriert, Musik zu machen. Die Botschaft des Songs, dass wir alle zusammenkommen, ist etwas, zu dem wir alle stehen.“ – wenn das mal keinen schönen Abschluss auf der Setlist bildet? 🙂
Schließlich stand mit „Mistfits“ noch eine zweite Zugabe auf dem Plan, das Set war nach knapp einer Stunde dann auch schon wieder vorbei.
Gerade die Zugaben brachte noch einmal eine andere Stimmung in den Raum. Nach einem Set, das über weite Strecken auf Bewegung und Energie setzte, wurde zum Ende noch einmal gemeinsam gefeiert.
Silly Goose machten im Support einen genau so guten Job, wie Magnolia Park als Hauptact. Wer nicht schon durch die Außentemperaturen auf Betrieb war, der war es spätestens nach der Show von Silly Goose. Die Jungs standen nach ihrem Auftritt auch noch am Merch für Fotos, Fragen und Autogramme bereit.
Wer dann noch Zeit und Bock hatte, konnte außerhalb des Schlachthofs noch den Klängen von We Came As Romans lauschen, die nebenan in der Halle spielten. Sie kamen entsprechend später auf die Bühne, da sie zwei Support-Acts im Gepäck hatten.
Fazit: Magnolia Park liefern im Kesselhaus ab
Magnolia Park zeigten im ausverkauften Kesselhaus Wiesbaden, dass sie live keine großen Umwege brauchen. Wenige Ansagen, viel Bewegung, ein textsicheres Publikum und Songs, die schnell greifen – mehr brauchte es an diesem Abend nicht.
Wer modernen Pop-Punk und Alternative Rock mag, bekam eine Show, die genau in diese Schnittstelle passte: energiegeladen, jung geblieben, aber nicht aufgesetzt. In Wiesbaden funktionierte das vor allem deshalb so gut, weil Band und Publikum schnell auf derselben Wellenlänge waren.









