Saltatio Mortis auf der Festung Ehrenbreitstein Koblenz
Bereits zum dritten Mal in Folge laden Saltatio Mortis zu einer Burgentour ein. Auf diesen spielt die Band auf Burgen in ganz Deutschland, was ihrem mittelalterlichen Folkmetal noch mal einen besonders passenden Anstrich gibt. Die Band rund um Frontmann Alea ist berüchtigt für ihre Liveperformances, die den Fans alles abverlangen und auch mit der ein oder anderen Pyroeinlage aufwartet.
Hitzeschlacht mit Saltatio Mortis
Schon der Weg zum Einlass ist schweißtreibend… Bei fast 30 Grad und ca. 10 Minuten Fußweg vom Parkplatz zur Festung Ehrenbreitstein fließt schon der erste Schweiß, aber das Ambiente mit Ausblick über Koblenz und sowohl Mosel als auch Rhein lassen schon ein bisschen mittelalterliche Stimmung aufkommen. Die Festung besteht bereits seit dem 16. Jahrhundert und befindet sich auf dem 180m hohen gleichnamigen Berg und galt im 19. Jahrhundert als nahezu uneinnehmbar. Seit vielen Jahren finden dort aber auch großartige Events und Konzerte statt.
Ziemlich pünktlich beginnt um 18:30 der Einlass und die Teams an den Eingängen arbeiten schnell, freundlich und effizient, so dass alle zügig ins Infield gelangen und sich mit Merch und vor allem Trinken eindecken können. Vor allem letzteres ist dringend notwendig, die Sonne brennt genau auf den Platz vor der Bühne. Leider ist die Wärme auch für eine Zuschauerin zu viel, schon bevor Saltatio Mortis die Bühne betritt hat sie Probleme mit dem Kreislauf, aber die Security und die Sanitäter kümmern sich sehr schnell um sie und bis zum Start der Show ist die Zuschauerin wieder fit und kann das Konzert genießen.
Vollgas ab Minute 1
Mit fallendem Vorhang stürmen Saltatio Mortis die Bühne und starten mit „Ich habe keine Angst“ den Abend. Alea nutzt direkt von Anfang an die volle Größe der Bühne aus und rennt und springt unablässig hoch und runter und interagiert sehr früh mit den Fans. Die Band hat sichtlich Spaß und legt die ersten optischen Highlights mit Nebel- und Funkenfontänen.
Mit „Wo sind die Clowns“ geht es direkt auf einem hohen Energielevel weiter und nach dem zweiten Song müssen wir den Graben schon verlassen, da ab dem dritten Song die Pyrotechnik losgeht.
Bei „Brunhild“ flammen Feuerschalen auf und Alea und eine Tänzerin tanzen eine wunderschöne Choreografie. Die Show ist sehr abwechslungsreich und Saltatio Mortis hat sich allerhand Showelemente einfallen lassen um sowohl musikalisch, als auch visuell zu überzeugen.
Alea in seinem Element
Vor „Der Himmel muss warten“ wird ein zweiter Vorhang aufgezogen und die komplette Band spielt 3 Songs vor dem Vorhang mit traditionelleren akustischen Instrumenten.
Während „Prey to the Hunter“ fällt aber auch der zweite Vorhang und es wird wieder mit voller Energie weitergerockt.
Das nächste Highlight folgte dann bei „My Mother Told me“: Alea „fährt“ in einem aufblasbaren Drachenboot durch das Menschenmeer, einmal von Bühne bis zum Ende und wieder zurück. Während „Vogelfrei“ springt Alea kurzerhand selbst in den Circlepit und lässt sich von einem Fan auf Schultern tragen.
Nach knapp zwei Stunden ist die Show beendet, ein sehr abwechslungsreiches Set mit einer Band in bester Spiellaune und einem Publikum das weiß wie man feiert bei bestem Sommerwetter, vielleicht auch etwas zu heiß. Lobenswert ist, dass die Band immer wieder Wasser verteilt und die Fans auffordert zu trinken und zu teilen.
Auf jeden Fall eine Empfehlung, die Burgentour einmal mitzuerleben.
Text und Fotos by Kevin Richter








