Nashville in Concert in der Jahrhunderthalle Frankfurt 2026
Wenn eine Fernsehserie plötzlich zur Tournee wird, sind die Erwartungen hoch – und manchmal auch ein bisschen diffus. Genau das zeigte sich am Sonntagabend bei „Nashville in Concert“ in der Jahrhunderthalle Frankfurt. Die Halle war gut gefüllt, teilbestuhlt, die Stimmung von Beginn an erwartungsvoll. Doch nicht alle Besucher:innen wussten offenbar genau, was sie an diesem Abend erwarten würde.
Die Originalstars live: Musik statt Serienepisode
Mit dabei sind aktuell mehrere der bekanntesten Gesichter aus der Serie: Clare Bowen, Charles Esten, Jonathan Jackson und Sam Palladio. Für Fans ist das ein starkes Line-up – schließlich prägten sie über Jahre hinweg den Soundtrack von „Nashville“ maßgeblich.
Wer allerdings eine Art inszenierte Serien-Fortsetzung oder ein aufwendig produziertes Showkonzept mit Story-Elementen erwartet hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. „Nashville in Concert“ ist in erster Linie genau das: ein Konzert. Die Songs stehen klar im Mittelpunkt. Keine große Handlung, keine theatralische Dramaturgie – sondern Live-Musik mit Band, viel Nähe zum Publikum und spürbarer Spielfreude.
Zwischen Country, Folk und Seriennostalgie
Musikalisch bewegt sich der Abend (wie schon die Serie selbst) zwischen modernem Country, Folk und Singer-Songwriter-Vibes. Die Stimmen der Darsteller funktionieren auch ohne Kamerafilter und Studioproduktion. Besonders die harmonischen Duette sorgten für Gänsehaut-Momente, während ruhigere Passagen das Publikum aufmerksam und fast andächtig werden ließen.
Charles Esten übernahm immer wieder die Rolle des charmanten Entertainers, suchte den direkten Kontakt zum Publikum und führte mit lockeren Ansagen durch das Set. Clare Bowen überzeugte mit ihrer klaren, emotionalen Stimme und einer Präsenz, die auch ohne großes Bühnenbild funktioniert. Jonathan Jackson brachte eine gewisse Intensität mit, während Sam Palladio die Verbindung zwischen Country-Charme und britischem Understatement mühelos herstellte.
Konzertatmosphäre mit Nashville
Die teilbestuhlte Jahrhunderthalle Frankfurt sorgte für eine interessante Dynamik. Was auch die Musiker:innen auf der Bühne ein wenig überraschte. Scheinbar gibt es den Mix aus stehendem und sitzenden Publikum nicht allzu oft bei ihren Shows? Es wurde mitgesungen, geklatscht und stellenweise sogar getanzt – wenn auch deutlich anders als bei einer klassischen Rockshow. Aber das ist Nashvill in Concert nicht und will es auch gar nicht sein.
Gerade dieser Mix aus Theater- und Konzertatmosphäre passt letztlich gut zum Format. „Nashville in Concert“ bewegt sich irgendwo zwischen Fan-Event, musikalischer Nostalgie und echtem Live-Gig. Wer die Serie geliebt hat, bekommt hier die Songs zurück – mit den Originalstimmen.
Überraschungseffekt bei einigen Fans
Spürbar war jedoch auch: Manche Gäste hatten sich offenbar ein anderes Konzept vorgestellt. Vielleicht eine größere Produktion, mehr visuelle Elemente oder eine Art „Best-of-Show“ mit stärkerem Showcharakter. Stattdessen gab es einen vergleichsweise reduzierten Abend, der ganz auf die Musik, aber nicht auf die Serie selbst, setzte.
Das ist keineswegs negativ – nur eben anders, als es manche erwartet hatten. Wer mit der Vorstellung eines klassischen Konzerts gekommen war, wurde nicht enttäuscht. Wer auf ein Serien-Spektakel hoffte, musste umdenken.
Fazit: Ein Abend für echte Nashville-Fans
„Nashville in Concert“ funktioniert vor allem für diejenigen, die eine emotionale Verbindung zur Serie und ihren Songs haben. Es ist kein bombastisches Bühnenspektakel, sondern ein ehrlicher, musikalischer Abend mit bekannten Gesichtern und vertrauten Stimmen.
Die gut gefüllte Halle in Frankfurt zeigte: Die Fangemeinde ist weiterhin da. Und auch wenn nicht jede Erwartung erfüllt wurde, blieb am Ende vor allem eines hängen – das Gefühl, die Musik aus „Nashville“ noch einmal live erlebt zu haben.
Übrigens zeigt die Jahrhunderthalle wieder einmal mehr, dass sie nicht einfach nur eine Konzerthalle ist. Selbst die Nashville-Musiker:innen zeigten sich beeindruckt, wer schon alles in Frankfurt auf genau dieser Bühne gestanden hat. Es sei ihnen eine Ehre und man ist sehr dankbar dafür, ebenfalls hier auftreten zu dürfen. Auch wenn wir keinen Content aus den 1980er oder 1990er Jahren haben, aber schaut gern mal in unsere Galerien von Lorna Shore, Hurts oder auch Within Temptation.
Mehr zu Nashville in Concert und eventuellen neuen Tourankündigungen gibt’s auch auf den Social Media Kanälen der Serie bzw. der Facebook-Seite speziell zu dieser Tour.









