Das war Rock The Lakes 2026 – der Freitag
Am vergangenen Wochenende war es in Cudrefin (CH) wieder soweit! Rock The Lakes ging in die nächste Runde und das Line Up konnte sich an allen drei Tagen sehen lassen, wenn man Fan von Metal jeglicher Art ist. Am Freitag standen hier Bands wie Kittie, Allt, Overkill oder auch die In Flames und Soulfly auf den Bühnen. Aber, lasst uns wie immer vorn beginnen.
Rock The Lakes – Auftakt bei strahlendem Sonnenschein
Das Wetter hätte fast nicht besser sein können! Die Sonne gab bereits am Freitag alles, sogar so viel, dass der Platz rund um das Rock The Lakes Festival sich zu einer wahren Staubschicht verwandelte. Ganz klar, dass hier alle Besucher:innen neben dem Feiern noch einen ganz anderen Auftrag an diesem Tag bzw. diesem Wochenende hatten: Ordentlich hydriert bleiben! Und dafür gab es zahlreiche Möglichkeiten auf dem Gelände, sich zu erfrischen. Sei es mit Trinkwasser-Stationen, Getränkeständen oder auch Wasserduschen, die teils fest installiert waren oder von fleißigen Rock The Lakes Helfern mit mobilen Duschen verteilt wurden.
Um Punkt 14:00 Uhr ging es mit A Small Disrict am Freitag los. Expellow legten direkt nach und zogen nicht nur auf der Bühne die Fans in ihren Bann. Auch bei der späteren Autogrammstunde, direkt neben der Hauptbühne, zog die Band zahlreiche Menschen an, die ihnen Komplimente zur Show machten.
Mit Allt und Kittie ging es dann an diesem Freitag noch einmal eine Stufe wilder zu. Beide Bands machten klar, dass Hitze zwar da ist, aber gekonnt auf der Bühne ignoriert werden kann. Wenn die Musiker:innen einmal in ihrem Element sind, gibt’s kein Halten mehr. Wenn die Frontfrau Morgan Lee Lander ihre knallroten Haare im Takt zur Musik schwingt und sich dazu noch selbst mit Gesang und Gitarre begleitet, dann machen alle mit! So auch am Freitag. Die zahlreich angereisten Fans feierten am frühen Nachmittag mit den vier Powerfrauen.
Mit Fu Manchu und Overkill in die zweite Tageshälfte
Etwas ruhiger ging es dann mit Fu Manchu zu. Die Band, die seit den 1980er Jahren aktiv ist, brachte mit ihrem Desert-Rock aus Kalifornien andere Klänge auf die Bühne. Zeit also für das Publikum, hier ein wenig durchzuatmen, bevor es dann direkt zehn Minuten nach dem Auftritt von Fu Manchu mit Overkill in die Abendstunden ging. Um 18:20 Uhr brachten sie ihren Thrash Metal auf die Bühne. Wer die Festivals ein wenig verfolgt, vor allem auch in Deutschland, der wird gemerkt haben, dass Overkill auch in den letzten Tagen auch da schon aktiv waren.
Beispielsweise standen sie vor knapp einem Monat beim RVBANG Festival in Balingen auf der Bühne. Vergleichen wir beide Auftritte einmal miteinander, so kann man sagen, dass das Schweizer Publikum vielleicht anfangs etwas zurückhaltender war (auf das gesamte Festival bezogen). Allerdings änderte sich das schnell – gerade auch Kittie und Overkill schafften es, dass Publikum selbst bei der Hitze zum Mitmachen zu animieren.
Schließlich sollten die Abendstunden von Bleed From Within und Breakdown Of Sanity eingeläutet werden. Mit Metalcore und Melodic Death Metal und bei untergehender Sonne sollte der Weg für den Headliner In Flames geebnet werden. Und das schafften beide Bands recht gut, das Publikum war voll da, das Gelände des Rock The Lakes Festivals füllte sich mehr und mehr. Während viele tagsüber noch die Schattenplätze aufsuchten, konnte jetzt ein wenig aufgeatmet werden.
Zumindest wettertechnisch. Auf den Bühnen ging es weiterhin heiß her. Laut diversen Internetseiten soll es in diesem Jahr auch zum ersten Mal große LED Wände gegeben haben, die die ganzen Shows noch einmal unterstreichen sollen. Da es für uns das erste Rock The Lakes war, können wir das so nicht beurteilen. Allerdings können wir beurteilen, dass das Bühnenkonzept für alle auftretenden Acts in diesem Jahr auf jeden Fall sehenswert war. Auch die Akustik lässt hier keine negativen Worte zu. Wer sich dennoch etwas unterhalten wollte, der suchte sich einfach einen Platz etwas abseits der Bühne, dann war auch das Unterhalten kein Problem mehr.
Bei den In Flames und Soulfly zeigte sich dann, warum die meisten Fans angereist waren. Die Fans versammelten sich bei beiden Auftritten zahlreich vor der Bühne und hatten schon fast vergessen, wie trockig und staubig der erste Festivaltag war. Aber, das gehört nun einmal dazu. Sommer heißt bei Festivals nicht umsonst: Schlammschlacht oder Wüste. Und in Cudrefin gab es diesmal die Wüste gratis. 😉
Fazit: Ein gelungener Auftakt zum Rock The Lakes 2026
Metal-Fans kamen definitiv schon am Freitag auf ihre Kosten. Schließlich gab es neben den Live-Auftritten auch noch die Möglichkeit, sich bei den Signing Sessions ein Autogramm abzuholen. Hier war das „Programm“ allerdings sehr straff getaktet und es konnte vorkommen, dass der ein oder andere Anwesende durchaus Pech hatte, wenn die Autogrammstunde sich dem Ende neigte. Gerade Bands wie die In Flames waren am Freitag nicht nur auf der Bühne ein Publikumsmagnet.
Zahlreiche Fans standen schon Minuten vor Beginn der Signierstunden Schlange, um sich von ihren Idolen eine Unterschrift zu sichern. Die glücklichen Gesichter der Menschen, die sich dann tatsächlich ein Autogramm abgeholt haben, waren unübersehbar und ein schöner Beweis dafür, dass es so einfach sein kann, Musikfreunde glücklich zu machen.
An dieser Stelle sei auch einmal die Organisation rund um die Signierstunden zu erwähnen. Hier klappte alles reibungslos, es gab keine Zwischenfälle und alles lief wie am Schnürchen!







