Biffy Clyro – ausverkaufte Show in der Stadthalle Offenbach
Seit Wochen war die Show von Biffy Clyro in Offenbach ausverkauft. Wer gestern mit dabei war, wusste spätestens da, warum das so war. Fans, die sich längst eine Karte gesichert hatten, wussten das natürlich schon vorher. 😉 Aber, es soll durchaus noch Menschen geben, die Biffy Clyro nach über 30 Jahren Musikgeschichte nicht kennen.
Möglicherweise hat aber auch ihr Auftritt im vergangenen Jahr bei Rock am Ring und Rock im Park dafür gesorgt, dass nun auch noch ein paar neue Fans hinzugekommen sind. Die aktuelle Platte „Futique“ folgte wenige Wochen nach der Festival-Saison und konnte Platz 10 der Albumcharts in Deutschland erklimmen. In ihrer Heimat, dem Vereinigten Königreich haben die Schotten mal wieder Platz 1 abgesahnt. In Deutschland gelang dies zuletzt 2016 mit der Scheibe „Ellipsis“.
Starker Auftakt von Bartees Strange
Nur mit seiner E-Gitarre und seiner Stimme „bewaffnet“ nahm der US-Amerikaner Bartees auf einem Stuhl Platz und ließ sich von ein paar Scheinwerfern ausleuchten. Den Rest seines Sets verharrte Bartees auch auf dem Stuhl und spielte sein eigenes, ruhiges und teilweise auch durchaus energiegeladenes Set. Das Publikum, welches zu diesem Zeitpunkt bereits zahlreich erschienen war, lauscht den Klängen aufmerksam und nahm Strange auch seinen kleinen Vauxpas nicht übel, als er erzählte, dass er das erste Mal in Frankfurt sei. 😉
Nach einer knappen halben Stunde war das Set von Bartees dann auch schon wieder zu Ende. Wenngleich es dieses Mal nicht viel auf der Bühne ab- oder umzubauen gab, los ging es für die Schotten aber trotzdem erst um kurz vor 21 Uhr.
Biffy Clyro lassen die Bässe wummern
Bevor Frontmann Simon Neil und seine Band die Bühne betraten, gab es minutenlanges Bass-Gewummer, was eher auf einen Techno-Abend, als auf einen gemütlichen Rock-/Alternative-Abend hindeutete. Auch im Publikum waren die Meinungen über das wirklich extrem lange Intro zweigeteilt. Kann man mögen, muss man aber nicht zwingend.
Umso schöner, dass es dann endlich mit der gewohnten Biffy Cylro Musik – ohne irgendwelche Abwandlungen oder Remixe – losgehen konnte. Direkt mit „A Little Love“ legten Simon und seine Band einen Auftakt hin, der sich sehen lassen konnte.
Schon nach den ersten 1-2 Songs lief dem Musiker der Schweiß nur so von der Stirn. Wer die Biffy Clyro Shows kennt, weiß, dass er/sie hier auch Biffy Clyro in Action geboten bekommt und nicht nur eine einfach Show, die runtergespielt wird. Die Band macht keine halben Sachen. Wenngleich auch die Ansagen über den Abend hinweg ein wenig verhalten waren. Aber das ist auch vollkommen in Ordnung, schließlich soll ja auch der Musik gelauscht werden.
Und das taten die Fans in der ausverkauften Stadthalle in Offenbach auch. Das recht bunt gemischte Publikum tanzte bis in die letzten Reihen mit. Die Hitze stieg bis auf die Sitzplätze nach oben – die Stimmung sank deshalb aber keineswegs.
Auf der Setlist stand ganz klar die aktuelle Platte „Futique“ im Mittelpunkt. Neben „A Little Love“ waren auch Tracks wie „Huntin Season“ und „Goodbye“ mit am Start. Von den älteren Stücken gab es „Biblical“ oder auch „Instant History“ zu hören. Der Klassiker „Bubbles“ war aber ebenfalls auch mit dabei. Persönlich hätte ich mir noch „Opposite“, „Questions and Answers“ oder „Re-arrange“ gewünscht – aber man kann ja nicht alles haben. 😉 Vielleicht sind die Tracks ja beim der nächsten Tour wieder mit dabei?
Natürlich kann man es nicht immer jedem recht machen, wenn man auf so eine lange Karriere zurückblicken kann. Da muss man die Setlist abwechslungsreich gestalten und ein wenig von jeder Dekade abdecken.
Das ist Biffy Clyro auf jeden Fall gut gelungen! Die Fans konnten mit der letzten Zugabe „Many Of Horror“ in den nasskalten Freitagabend und somit in das Wochenende entlassen werden. Möge die nächste Tour der Schotten recht bald kommen! Dann auch gerne wieder mit Bassist James Johnston, der die aktuelle Tour auf Grund gesundheitlicher Herausforderungen leider aussetzen muss. Selbstverständlich soll an dieser Stelle sein Ersatz, Bassistin Naomi Macleod, nicht unerwähnt bleiben. Sie macht einen super Job und gibt alles, um dem energiegeladenen Ruf der Band gerecht zu werden.
Bartees Strange und Biffy Clyro
Um immer auf dem Laufenden zu bleiben, schaut gern auf den Social Media Kanälen von Biffy Clyro vorbei.









