Heaven Shall Burn zerlegen die Porsche Arena in Stuttgart 2026
Am Freitag war es in der Porsche Arena soweit: Heaven Shall Burn hielten Einzug und sie machten ihrem Namen alle Ehre! Mit reichlich Pyro, der ein oder anderen Ansage zwischendurch und na klar, einer Menge Metalcore und Melodic Death Metal! Gekommen waren die Thüringer auch nicht allein. Sie haben am Freitag noch Frozen Soul, The Black Dahlia Murder und The Halo Effect mit am Start gehabt. Auch wenn die Halle mit rund 3.500 Besuchern recht überschaubar gefüllt war, hieß das noch lange nicht, dass hier keine Party steigen konnte. Ganz im Gegenteil. Die Meute nutzte den Platz, um die Show in vollen Zügen zu genießen und mitzumoshen! Aber, wie immer der Reihe nach.
Frozen Soul eröffnen den Abend in Stuttgart
Die Death Metal Band aus Texas eröffnete um 18:30 Uhr den Freitagabend mit einer düsteren, aber nicht weniger spannenden Show. Der erste Act des Abends hat es gewiss immer etwas schwerer bei einem solchen Konzert, wenn er/sie nicht schon ein bekannter Name in der Szene ist. Frozen Soul spielte ein Set von rund 30 Minuten.
Das Publikum tat sich zunächst noch ein wenig schwer, den Abend direkt mit den von der Band gewünschten Mosh-/Circle-Pits zu starten. Nach und nach kamen dann aber die ersten Reihen in Laune und kamen auch dem Wunsch der Band, die Pits zu starten, nach. Frozen Soul spielten am Freitag Tracks wie „Absolute Zero“, „Chaos Will Reign“ oder auch „Crypt Of Ice“.
Schließlich füllte sich die Porschearena noch weiter und nach einer kurze Umbaupause konnte es auch schon mit dem nächsten Act weitergehen.
The Black Dahlia Murder übernahmen die 2. Runde des Abends
Ja, es ist nicht leicht, einen Frontmann einer Band zu ersetzen bzw. das Erbe anzutreten. Trevor Strnad, der vor vier Jahren verstarb, hauchte der Band seinen Stil ein, der sie auch ein gutes Stück weit ausmachte. Nun ist Brian Eschbach am Mikrofon von The Black Dahlia Murder und er hat seine Sache am Freitag in Stuttgart gut gemeistert. Auch wenn man ein wenig Raunen unter den Fans und auch unter den Kollegen hörte, dass das Set nich der Überflieger gewesen ist
Aber hey, muss es das immer? Muss ein Set immer eskalieren, extrem überzeugen? Kann es nicht auch einmal schlicht sein? Sofern man bei Melodic Death Metal von „schlicht“ reden kann. 😉 Fakt ist aber, The Black Dahlia Murder und insbesondere Brian haben eine gute, solide Show abgeliefert und bekamen dafür auch anständigen Applaus vom Publikum. Songs wie „Aftermath“, „Kings Of The Nightworld“ oder auch „Nightbringers“ sind auf der aktuellen Setlist vertreten und wurden auch am Freitag gespielt.
The Halo Effect als dritter Support für Heaven Shall Burn
Die wohl (in Deutschland) bekannteste der drei Support-Bands, The Halo Effect, lieferte am Freitag eine Show ab, die das Publikum direkt mitriss. Ja, auch die Männer aus Schweden spielen Melodic Death Metal und sind dabei vielleicht noch eine spur intensiver am melodischen als ihre Vorgänger auf der Bühne. Aber genau das macht die Band aus, das Publikum war sofort dabei.
Kein Wunder, denn die erst 2018 gegründete Band konnte ihre zwei bereits veröffentlichten Alben in Deutschland schon bequem in den Top 10 der Charts platzieren. Auch ihre eigenen Headliner-Shows waren in der Vergangenheit in Deutschland immer wieder gut besucht.
Das zeigte auch die Stimmung am Freitag in Stuttgart. Auch wenn The Halo Effect „nur“ der Support für Heaven Shall Burn waren, die Fans haben sie längst ins Herz geschlossen und waren in bester Laune, feierten zu Songs wie „Between Directions“, „Detonate“ oder auch „Feel What I Believe“.
Mit Heaven Shall Burn ins Wochenende
Zugegeben, die Temperaturen draußen sind nicht mehr so eisig. Aber, eine heiße Show mit reichlich Pyro steht nunmal auf dem Plan, wenn man sich dafür entscheidet, zu Heaven Shall Burn zu gehen. Denn die Truppe aus Thüringen macht ihrem Namen alle Ehre!
Nach einem kurzen Intro ging es auch schon los! Der Vorhang fiel und „War Is The Father Of All“ ertönte den Part des Hauptacts. Die ersten Reihen waren direkt in den Bann der Band gezogen und feierten ausgelassen. Als es dann zum zweiten Track, „Voice Of The Voiceless“ mit der Pyro losging, gab es kein Halten mehr. Die ersten Crowdsurfer eilten nach vorn, die Security hatte alle Hände voll zu tun. Und genau das sollte den restlichen Abend über beibehalten werden.
Pyro, ausgelassene Stimmung, Mosh- und Circle Pits, Crowdsurfer und auch die berühmten, inzwischen gut etablierten Ruderboot-Moshpits aka Rowboat Moshpits gab es an diesem Abend zu sehen. Einen Vorteil hatte hier definitiv das Publikum auf den Rängen bzw. großgewachsene Menschen, die etwas weiter hinten standen. Sie konnten die Pyro und die einzelnen Elemente auf der Bühne, die zwischenzeitlich in Feuer getaucht waren, am besten sehen.
Dass Frontmann Marcus kürzlich noch gesundheitlich angeschlagen war, davon war in Stuttgart nichts zu spüren. Kollegin Britta Görtz von Hiraes übernahm dabei sogar einige Shows als Frontfrau und kam dabei sehr gut an. Vielleicht ja für die Zukunft eine Idee, Britta ab und an mit in die Show zu integrieren, wenn sie nicht gerade selbst auf Tour ist? 😉
Zwischen den Songs nahm sich Marcus auch immer wieder Zeit, um ein paar Worte ans Publikum zu richten. Ehrlich und ohne Floskeln bedankte er sich bei den Fans.
Schließlich sollte es noch die Live-Premiere des Tracks „A Whisper From Above“ in Stuttgart geben. Klar, wer bereits bei aktuellen Tourterminen dabei war, hat das Stück schon gehört, aber hier feierte der Track am Freitag seine Live-Premiere.
Fazit des Abends: Heaven Shall Burn muss man einfach live gesehen haben!
Auch wenn die Stimmung ein wenig Anlaufzeit brauchte – spätestens als The Halo Effect und schließlich der Hauptact, Heaven Shall Burn auf der Bühne standen, kochte die Stimmung! Und das lag nicht nur an der Pyro, die an diesem Abend die Performance unterstrich.
Die Band lieferte eine technisch saubere Show, die man sowohl in einer größeren Halle wie der Porsche Arena, aber auch in kleineren Locations (wie dem Schlachthof in Wiesbaden, in dem HSB einen Tag später gastierten) perfekt umsetzen kann.
Wer Metal und insbesondere Metalcore und Melodic Death Metal mag, sollte auf jeden Fall bei Heaven Shall Burn und auch bei ihren Support-Bands The Halo Effect, The Black Dahlia Murder und Frozen Soul einmal vorbeischauen, sobald sich die Gelegenheit ergibt.
Aktuell hat die Bands ein paar off days, ist aber noch in diesem Monat in Berlin, Dresden, Jena und München live zu erleben! Schaut unbedingt vorbei, wenn ihr die Gelegenheit habt! Alle Infos zur aktuellen Tour findet ihr auch bei uns.









