Bush in der ausverkauften Batschkapp Frankfurt
Lange hat es gedauert, aber sie waren wieder da! Bush standen gestern Abend am epischen Datum den 06.06.2026 vor ausverkauftem Haus in der Batschkapp Frankfurt auf der Bühne. Zuletzt mit Volbeat auf Tour und hier als Support, gestern dann als Headliner zwischen den aktuellen Festival-Shows in Hessen auf der Bühne. Was habt ihr verpasst?
Bush – auch nach über 30 Jahren auf den Bühnen noch lange nicht müde
Gavin Rossdale ist schon irgendwie ein kleines Phänomen. Der Mann ist mit seinen 60 Jahren fit und sieht kaum einen Tag älter aus. Getourt wird regelmäßig (wenn auch überwiegend durch die USA) und Festivals im Mix mit Headliner-Shows sind absolut kein Problem. Darüber hinaus hat er noch seine eigene Klamottenlinie („Sea Of Sounds“, die er auch an dem Abend in Frankfurt repräsentierte), eine eigene Kochshow und ist auch sonst auf Social Media recht aktiv.
Nun sollte aber auch die Band verstanden haben, dass sie durchaus noch zahlreiche Fans in Europa und vor allem auch in Deutschland haben. Denn alle Clubshows, die aktuell neben den Festivals gespielt werden, sind ausverkauft! Wir sind gespannt, ob da nicht schon bald für Nachschub gesorgt wird und Bush wieder auf eine eigene Headliner-Tour gehen. Schließlich sind sie ja selbst Briten und was wäre da naheliegender als eine EU/UK Tour?
Und musikalisch?
Nun aber zurück nach Frankfurt, wo der Abend mit „Everything Zen“ würdig und laut eröffnet wurde. Das Publikum dankte es mit Gesangschören. Teilweise dachte man aber auch, da stehen nicht Bush, sondern eine Boyband auf der Bühne, so schrill äußerten einige Fans ihre Euphorie. 🙂
Die neueren Tracks (also die, die nicht schon über 20 Jahre auf dem Buckel haben 😉 ) wie „Bullet Holes“ (wir erinnern uns, ein Song aus dem OST zum Film John Wick), „Ghost In The Machine“ oder auch „Quicksand“ wurden am Samstagabend an den Anfang der Setlist gelegt, kurz vor Ende der Show zog es Frontmann Gavin zu „Flowers On A Grave“ dann ins Publikum bis hoch auf die Treppen und die bestuhlten Plätze der Batschkapp. Wer die Band schon einmal live gesehen hat, oder sich in den vergangenen Tagen bei Rock am Ring und dessen Live-Stream einmal reingeklickt hat, weiß, dass Rossdale keine Scheu hat und sich gerne auch mal länger im Publikum aufhält, um dort mit den Fans zu tanzen.
Neu ist das aber nicht. Bereits vor Jahren hat er mit dieser Showeinlage angefangen. Dem Publikum gefällt es, Gavin hat Spaß – was will man mehr? Eine Band zum Anfassen ist doch immer eine nette Abwechslung zu vielen unnahbaren Musik:erinnen!
Schließlich sollten zum Ende der Show noch einmal drei Klassiker folgen. „Swallowed“ wurde vor kurzem erst neu aufgenommen und auch genau so, im ruhigeren Stil, live interpretiert. „Machine Head“ und „Comedown“ (als lang etablierter Abschluss der Bush-Konzerte) folgten und machten den Abend noch einmal ein wenig nostalgischer.
Ein Blick durch das Publikum verriet: Ja, da sind einige Generationen an Fans vertreten, die die Band seit Jahren verfolgen bzw. ihr seit Jahrzehnten treu sind. Und das können sie auch sein. Bush haben absolut nichts ein Qualität live verloren. Auch, wenn die neueren Songs nicht immer jedermanns Geschmack treffen und eher die Klassiker mitgegröhlt werden.
Fazit des Abends: Es ging vermutlich kaum eine:r unzufrieden in die etwas kühlere, aber durchaus angenehme Nacht des 06.06.2026 nach Hause. Wir hoffen, Gavin Rossdale und seine Band, deren Ansagen über den Abend hinweg eher etwas spärlich ausfielen, nehmen sich selbst beim Wort, wenn sie sagen, sie sind gern in Deutschland und auch in den Clubs. Sprich, sie kommen hoffentlich bald wieder mit ihrer eigenen Headliner-Tour!
Im Support gab es übrigens ein Heimspiel für die Jungs von Bird’s View. Die Frankfurter Band trat pünktlich um 20:00 Uhr auf die Bühne und zeigte in einem 30-minütigem Set, dass sie sich gut in den Mix von Bushs‘ Alternative Rock einfügen. Sie haben erst kürzlich, Anfang Mai, ihr drittes Studioalbum „Above Chaos“ veröffentlicht. Ihr Auftritt in Frankfurt war solide und kam beim Publikum gut an. Die Fans waren schon zahlreich erschienen und feierten sich schon einmal zu Songs wie „Ways To Fail“, „Shadows“ oder „Better Off“ warm.








