Das war das NOAF 2026 – der Samstag
Nach dem ersten regulären Festivaltag am Freitag ging das Neuborn Open Air Festival, aka NOAF, am Samstag in die zweite Runde. Acht Bands standen noch einmal auf dem Programm, bevor am späten Abend Saxon das NOAF 2026 beendeten. Bis dahin gab es musikalisch einiges zu entdecken – von Monosphere und Kryn über The Real McKenzies bis zu Grand Magus.
Auch das Wetter spielte am Samstag mit. Zwar ließ sich die Sonne über weite Strecken nur selten blicken, dafür blieb es fast vollständig trocken. Mehr als ein paar vereinzelte Tropfen kamen nicht vom Himmel und die Temperaturen waren angenehm. Beste Voraussetzungen also für einen langen Festivaltag vor der Bühne.
Monosphere und Kryn starten in den Samstag
Den Anfang machten Monosphere, die noch in der Mittagssonne auf die Bühne gingen. Ganz leer blieb das Infield trotz der frühen Uhrzeit nicht lange. Nach und nach kamen immer mehr Besucher vor die Bühne und sorgten bereits beim ersten Auftritt des Tages für eine ordentliche Kulisse.
Mit Kryn ging es anschließend weiter. Die kroatische Band war nicht nur für ihren Auftritt nach Wörrstadt gekommen. Später am Tag waren die Musiker auch bei einer Signing Session anzutreffen und nahmen sich dort Zeit für die Festivalbesucher.
Danach übernahmen March, bevor Chapel Of Disease das Programm fortsetzten. Die Kölner brachten ihre Mischung aus Death Metal, klassischem Heavy Metal und Rock nach Wörrstadt. Mit Parasite Inc. folgte eine Band, die beim NOAF ebenfalls keine Unbekannte ist. Die deutschen Melodic-Death-Metaller sorgten am Nachmittag dafür, dass es vor der Bühne noch einmal merklich voller wurde.
Schottenröcke und Dudelsack mit The Real McKenzies
Für einen Genre-Wechsel sorgten anschließend The Real McKenzies. Die kanadische Celtic-Punk-Band um Sänger Paul McKenzie fällt schließlich schon optisch zwischen den Metalbands des Tages auf. Schottenröcke gehören bei den Musikern dazu wie der Dudelsack, der natürlich auch beim NOAF nicht fehlen durfte.
Mit ihrer Mischung aus Punkrock und schottischen Folk-Einflüssen brachten The Real McKenzies noch einmal eine ganz andere Stimmung auf das Festivalgelände. Die Crowd feierte sie und hatte richtig Bock. Long story short: es war einfach für jeden Geschmack etwas dabei. Schließlich machte die Mehrheit im Publikum auch noch beim gemeinsamen „Viking Row“ mit. Ihr wisst schon, gemeinsames Rudern in munterer Fan-Runde auf dem Boden. 😀
Ach ja – an dieser Stelle noch der Einschub, da ja Punkrock wenig mit Metal zu tun hat: Für alle, die meckern „das ist ja gar kein richtiges Metal-Festival!!“ – Kinners, es ist erstens alles Geschmackssache und zweitens gibt’s noch zahlreiche andere Festivals, die vielleicht auch Musik nach eurem Geschmack anbieten… 🙂
Nach ihrem Auftritt verschwanden die Musiker von The Real McKenzies nicht sofort hinter den Kulissen. Wie zuvor bereits Kryn waren sie später noch bei der Signing Session anzutreffen und standen dort für Begegnungen mit den Fans bereit.
Dass sich an diesem Samstag unterschiedliche Generationen vor der Bühne versammelten, war spätestens jetzt kaum noch zu übersehen. Während bei manchen Festivals das Publikum je nach auftretender Band deutlich wechselt, blieben beim NOAF viele Besucher über den gesamten Tag im Infield.
Grand Magus locken die Fans vor die Bühne
Am Abend wurde es dann Zeit für Grand Magus. Bei den Schweden war deutlich zu merken, dass ein Teil des Publikums ganz gezielt auf diesen Auftritt gewartet hatte. Neben Saxon gehörten Grand Magus zu den Bands, wegen denen viele Besucher an diesem Samstag nach Wörrstadt gekommen waren.
Entsprechend voll wurde es vor der Bühne. Dabei standen in den ersten Reihen längst nicht nur diejenigen, die schon seit Jahrzehnten Heavy Metal hören. Vom jüngeren Metal-Nachwuchs bis zu langjährigen Festivalgängern waren sämtliche Altersgruppen vertreten und feierten gemeinsam die vorletzte Band des NOAF 2026.
Grand Magus konnten dabei auf mittlerweile mehr als zwei Jahrzehnte Bandgeschichte zurückgreifen. Seit Ende der 1990er-Jahre stehen die Schweden für klassischen Heavy Metal mit deutlichem Doom-Einschlag. Nach ihrem Auftritt war schließlich alles bereit für die Band, auf die das NOAF ein Jahr länger als ursprünglich geplant warten musste.
Saxon holen ihren ausgefallenen NOAF-Auftritt nach
Eigentlich sollten Saxon bereits 2025 beim Neuborn Open Air Festival auftreten. Daraus wurde jedoch nichts. Sänger Biff Byford musste sich im vergangenen Sommer kurzfristig einem medizinischen Eingriff unterziehen, weshalb die Band mehrere geplante Festivalshows absagen musste. Auch der Auftritt beim NOAF konnte letztlich nicht stattfinden. Ein Jahr später wurde das Versprechen nachgeholt!
Dass viele Besucher vor allem auf die britischen Heavy-Metal-Veteranen gewartet hatten, war vor der Bühne kaum zu übersehen. Saxon können mittlerweile auf fast fünf Jahrzehnte Bandgeschichte zurückblicken und haben entsprechend Fans aus mehreren Generationen. Genau das spiegelte sich auch im Publikum wider. Und dann flogen schon bald die ersten Jeanswesten in Richtung Bühne.
Was für Außenstehende zunächst ein wenig ungewöhnlich aussehen dürfte, gehört bei Saxon tatsächlich seit Jahren immer wieder zu den Konzerten. Fans reichen oder werfen ihre mit Bandpatches versehenen Metal-Kutten auf die Bühne. Biff Byford begutachtet die Westen, präsentiert sie dem Publikum und zieht sich auch schon einmal eine davon über. Teilweise machen die anderen Musiker ebenfalls mit, bevor die guten Stücke anschließend wieder ihren Besitzern übergeben werden.
Auch beim NOAF dauerte es nicht lange, bis sich mehrere der mit teilweise unzähligen Patches versehenen Kutten auf der Bühne wiederfanden. Gerade bei einer Band wie Saxon passt diese kleine Tradition ziemlich gut ins Bild. Schließlich gehören Jeans und Leder nicht nur seit Jahrzehnten zur Metal-Kultur – mit „Denim And Leather“ haben Saxon diesem Teil der Szene bereits 1981 einen ihrer bekanntesten Songs gewidmet.
Und auch wenn die Band sich zwischendurch nicht sonderlich positiv über die moderne Technik ausgelassen hat – am Ende waren gerade auch die langjährigen Fans in den ersten Reihen erfreut darüber, ihre Band live gesehen zu haben und auch das ein oder ander Foto oder Video mit dem Handy gemacht zu haben. Schließlich bleiben für viele Erinnerungen nicht nur im Kopf hängen. Auch das ein oder andere digitale Andenken hilft vielen, sich an einen schönen Abend zurück zu erinnern.
Damit bekam der Auftritt nach der Absage im vergangenen Jahr doch noch seinen verdienten Platz beim Neuborn Open Air Festival.
Nach zwei Festivaltagen und einem zusätzlichen Donnerstag mit drei Tribute-Bands ging das NOAF 2026 schließlich zu Ende. Das Wetter hatte es auch am Samstag gut mit den Besuchern gemeint, die Stimmung blieb vom ersten Auftritt am Mittag bis zum Headliner am Abend durchweg entspannt und gut. Und spätestens als bei Saxon die Kutten Richtung Bühne flogen, war klar, dass viele genau auf diesen Abschluss gewartet hatten.
Bis zum nächsten Jahr!
NOAF 2026 – Samstag 29.08.2026
Der Early Bird Vorverkauf für 2027 läuft! Sobald die ersten Bands feststehen erfahr ihr es auf der Website des NOAF oder natürlich auch bei uns.







