Beyond The Black in der Alten Feuerwache Mannheim 2026
Am Sonntag war es in Mannheim soweit! Beyond The Black haben im Rahmen ihrer „Rising High“ Tour in Mannheim Station gemacht. Der aufmerksame Fan weiß natürlich, dass das keine neue Tour ist. Bereits Anfang des Jahres tourte die Band um Frontfrau Jennifer Haben mit der gleichen Tour durch das Land.
SETYØURSAILS im Support bei Beyond The Black
Wie erwähnt ist der Teil der Tour eine Fortsetzung der bereits gespielten Shows im Januar/Februar diesen Jahres. Sehr zu unserer Freude, denn in der Alten Feuerwache Mannheim finden, unserer bescheidenen Meinung nach, viel zu wenige Konzerte aus dem Bereich Rock und Metal statt.
Schon vor Einlass am Sonntagabend zeigte sich eine kleine Schlange, die dann aber pünktlich und zügig um 18:00 Uhr eingelassen wurde. Schließlich wurde es um diese Uhrzeit schon etwas kühl draußen, der Wind trug noch einmal seinen Teil dazu bei.
Los ging’s dann auch schon um 19:00 Uhr mit SETYØURSAILS. Die Kölner Band hat sich in den letzten Jahren durch zahlreiche Festival-Auftritte und natürlich auch bei vielen Shows im Support einen Namen gemacht. Mit viel Witz und Charme hat die Band auch in Mannheim zahlreiche Anhänger gefunden, die schon während des Auftritts immer wieder den Namen der Band riefen. Und das musste als Support-Band auch erst mal schaffen. Dass sich das Publikum auch explizit auf dich freut. Wenn ihr uns fragt: Definitiv verdient!
Und ganz ehrlich: Viel mehr kann man sich von einer Support-Band eigentlich nicht wünschen. Die Leute waren früh da, hatten Bock und SETYØURSAILS mussten niemanden erst mühsam davon überzeugen, dass man sich doch bitte schon vor dem Headliner bewegen darf. Nach dem Auftritt dürfte die Band jedenfalls ein paar neue Fans mehr gehabt haben.
20:15 Uhr – passend zur Prime Time am Sonntagabend – Beyond The Black
Nach einer kurzen Umbaupause wurde es dann Zeit für Beyond The Black. Und auch wenn die „Rising High“ Tour bereits Anfang des Jahres ihre erste Runde gedreht hatte, fühlte sich Mannheim keineswegs nach einem müden Nachschlag an. Dafür war vor und auf der Bühne viel zu viel los. Um 20:15 Uhr fiel der Vorhang für den Hauptact!
Überhaupt war die Alte Feuerwache für den Abend eine ziemlich gute Wahl. Nicht riesig, keine gefühlten 300 Meter zwischen Band und Publikum und selbst von weiter hinten ist man noch mittendrin. Beyond The Black sieht man inzwischen regelmäßig auf deutlich größeren Bühnen – umso schöner war es, die Band mal wieder in einem vergleichsweise kleinen Rahmen zu erleben.
Entsprechend schnell war auch das Publikum dabei. Die Hände oben, textsicher mitsingen und zwischendurch natürlich die obligatorischen Handys in der Luft – Mannheim wusste schon ziemlich genau, weshalb es an diesem Sonntagabend hier war. Dass am nächsten Morgen für viele wieder der Wecker klingeln dürfte, konnte man für ein paar Stunden ganz gut verdrängen. Aber dafür ging es ja auch schon entsprechend früh los.
Wenngleich es keine großen Ansagen auf der Bühne gab, fand Frontfrau Jennifer zwischendurch kurze aber deutliche Worte. Die Tatsache, dass die Welt aktuell immer mehr in ein schwarz/weiß denken abdriftet, nahm sie zum Anlass, wieder mehr Grautöne zu finden.
Viel mehr brauchte es an der Stelle auch gar nicht. Kein minutenlanger Monolog, kein erhobener Zeigefinger – ein paar klare Worte und weiter ging’s.
Und genau das zog sich eigentlich ganz angenehm durch den Abend. Beyond The Black machten keine unnötig großen Pausen, sondern spielten sich ziemlich geradlinig durch ihr Set. Wer die Band schon häufiger gesehen hat, wusste natürlich ungefähr, was ihn erwartet. Aber manchmal muss ein Konzert eben auch gar nicht das Rad neu erfinden. Gute Songs, eine Band, die offensichtlich Spaß auf der Bühne hat, und ein Publikum, das mitzieht, reichen völlig.
Ach ja, auf der Setlist standen u.a. „Break The Silence“, „Ravens“, „The Flood“, „Let There Be Rain“ – und der Song mit dem alles begann: „In The Shadows“!
Bleibt am Ende eigentlich nur noch unser Wunsch vom Anfang: Liebe Alte Feuerwache, bitte mehr davon! Rock und Metal funktionieren hier nämlich ganz hervorragend. 😊







