Avatar rocken im Schlachthof Wiesbaden 2026
Wenn sich die Schweden von Avatar ankündigen, dann weiß man, es wird eine spektakuläre Show! Nicht nur die Musik spielt bei den Metallern eine große Rolle, sondern ganz klar auch die Inszenierung auf der Bühne. Make-Up, Kleidung und auch das Bühnenbild wirken als Ganzes. Und die Fans? Na klar, die passen sich in den ersten Reihen perfekt an, schminken sich wie ihre Vorbilder und kleiden sich in einem ähnlichen Stil. So auch am Montag geschehen bei Avatars‘ Show in Wiesbaden.
Mit Agabas in den Abend
Hierzulande sind Abagas noch nicht jedem bekannt. Die Norweger bezeichnen ihre Musik selbst als „Deathjazz“. Da kann man sich im ersten Moment schon mal fragen: Was genau meint die Band damit? Nunja, zunächst einmal, dass sie sich nicht in ein festes Genre pressen lässt und zum anderen, dass sie tatsächlich einen Saxophonisten mit auf der Bühne bei ihren Live-Shows hat.
Das Publikum zeigte sich überrascht von der Performance, hatte aber auf jeden Fall Spaß. Denn spätestens als es einige Bandmitglieder ins Publikum zog, war das Eis gebrochen und die anwesende Crowd feierte schon mal fleißig mit. Für einen Auftakt und einen Montagabend auf jeden Fall schon einmal ein gutes Opening. Hört auf jeden Fall mal rein, wenn ihr Deathjazz noch nicht kennt. Vielleicht überrascht es euch ja? 🙂
Alien Weapony übernehmen mit Māori-Klängen
Hier wollen wir gleich mit einer kleinen Anekdote starten: Die Neuseeländer von Alien Weapony mit den Māori-Wurzeln benannten sich übrigens nach einem Stamm, der schon früh Kontakt zur „westlichen Welt“ hatte und entsprechend zügig an Schießpulver kam. Ihr ahnt es – damit war der Stamm natürlich allen anderen zu seiner Zeit um Längen überlegen. Die Waffen, die dann mit dem Schießpulver genutzt wurden, nannte man entsprechend „Alien Weapony“.
Wer die Bühnenshow der Band gesehen hat, wird schnell feststellen, dass sich nicht nur die Show von vielen anderen Metal-Shows abhebt. Hier braucht es keine große Inszenierung. Ihr Mix aus Modern Metal und Māori-Klängen kam in Wiesbaden durchaus gut an und war für viele, wie man so schön sagt, „Neuland“. Aber keineswegs schlechtes.
Wenn ihr also Bock auf noch eine komplett andere Form von Metal habt, hört euch unbedingt mal Alien Weapony an, am besten live!
Avatar – nicht einfach nur ein Metal-Act
Frontmann Johannes Eckerström steht geschminkt und geschniegelt wie ein düsterer Zirkusdirektor auf der Bühne, der Rest der Band zieht das Konzept mit Kostümen und Präsenz durch. Das wirkt nicht wie Deko, sondern gehört einfach dazu. Das Publikum ist ein Teil davon. Viel Mitsingen, viel Bewegung vor der Bühne, wenig Leerlauf. Die Ansagen sind mal kurz, mal etwas länger, oft schräg, manchmal bewusst überzogen. Aber die Tatsache, dass Johannes von Avatar besser Deutsch spricht, als die Mehrheit der anwesenden Fans Schwedisch kann, lässt sich an diesem Abend ohne Zweifel bestätigen!
„Captain Goat“ eröffnete den Abend in Wiesbaden, bevor es dann mit „Silence In The Age Of Apes“ weiterging. Tracks wie „The Dirt I’m Buried In“ oder auch „Let It Burn“ folgten.
Dem aufmerksamen Zuschauer, Fotografen oder auch Fan entgeht natürlich nicht, wie viel Liebe die Band wieder ins Detail bei ihrer Show steckt. Sei es, dass es Getränke für Johannes aus einem Benzinkanister gibt, oder dass der Kostümwechsel den Songs angepasst ist. Die kleine rollende Tribüne, die nach den ersten Songs quasi durch das (zweigeteilte) Schlagzeug hindurch nach hinten gezogen wird und damit einfach verschwindet.
Zu „Howling At The Waves“ begibt sich der Frontmann auch schon mal ans Klavier und sorgt damit für einen ruhigeren Moment des Abends. Davon gibt es gewiss nicht viele, schließlich sind wir hier bei einem Avatar-Konzert und nicht bei einer Nostalgie-Show. 😉
Schließlich darf auch der rote Ballon, der an Stephen Kings‘ „ES“ (oder waren es doch eher die Ice Nine Kills?) erinnert zu „Don’t Go In The Forest“ nicht fehlen. Wer die Band noch nicht live gesehen hat, dem sei hiermit eine wärmste Empfehlung ausgesprochen!
Die Fans in Wiesbaden feierten ausglassen und ja, man muss es an dieser Stelle noch einmal betonen: Es handelte sich hier um ein Konzert an einem Montagabend. Dass hier die Hütte nicht immer ausverkauft ist, ja, das ist nur allzu logisch. In Wiesbaden waren die Fans aber zahlreich erschienen und blieben auch bis zum Schluss. Wer regelmäßig Konzerte besucht, weiß auch hier, dass das nicht selbstverständlich ist.
Wenn es nach uns geht, dürfen Avatar auch gern schon ihre nächste Tour planen. Denn eins ist gewiss: So machen Konzerte Spaß. Als Musikfan, Fotograf und natürlich ganz allgemein, als Konzertgänger. Schaut auf jeden Fall auch regelmäßig auf den Social Media Plattformen der Band vorbei, wie zum Beispiel auf Facebook, um immer auf dem Laufenden zu bleiben.
Agabas
Alien Weapony
Avatar
PS: Wusstet ihr, dass im Schlachthof Wiesbaden auch zahlreiche andere Konzerte, neben den Rock- und Metalshows stattfinden? Neulich war beispielsweise auch Amy Macdonald zu Gast und konnte einen Ausverkauf verbuchen.









