Das war Rock The Lakes 2026 – der Samstag
Am Samstag sollte es noch einmal ein wenig früher losgehen beim Rock The Lakes Festival in Cudrefin. Leider haben wir deshalb die erste Band verpasst. Aber, es standen ja noch 11 weitere Bands auf dem Plan, die sich nicht nur auf der Bühne das Mikro in die Hand gaben, sondern bei den Signing Sessions auch den Stift. 😉
Heiß begehrt waren hier, ihr könnt es euch denken: Arch Enemy! Mit Lauren als neuer Frontfrau haben sie das Schweizer Festival ordentlich aufgemischt und für viele anwesende Fans war es die erste Show, die sie mit Lauren gesehen haben. Aber lasst uns wie immer vorn anfangen.
Mit den Alchemists, Scare The Children und Elwood Stray durch den Nachmittag
Die Australier von den Alchemists standen um kurz nach 13 Uhr auf der Bühne beim Rock The Lakes Festival und brachten ihren Mix aus Prog und Death Metal an das bereits anwesende Besucher-Volk. Für einige Überraschungen dürften Scare The Children gesorgt haben, die nicht nur bei uns Fotograf:innen wegen ihrer Maskierungen gut ankamen und so natürlich tolle Motive boten. Auch musikalisch hat die Band abgeliefert! Sie reihen sich zwar dem Horror Metal ein, sind aber nicht zwingend ein Vergleich mit bspw. den Ice Nine Kills. Aber Fakt ist, ihr Konzept kommt an! Eine klare Empfehlung von uns und irgendwie auch ein kleiner Geheimtipp! Auch wenn es die Band schon seit 2018 gibt, aber vielen war und ist sie -zumindest beim RockThe Lakes Festival – immer noch unbekannt gewesen.
Schließlich sollte es mit den Essener Jungs von Elwood Stray weitergehen. Mit Post-Hardcore und Metalcore heizten sie bei dem eh schon viel zu heißen Wetter noch mal ordentlich ein. Wer die Jungs kennt und ggf. auch Anfang des Jahres auf ihrer Doppel-Headliner-Tour mit Our Mirage gesehen hat, der weiß, dass sie nix dem Zufall überlassen. Ihre Show macht Spaß und die Songs Bock. Auch wenn sie optisch eher weniger dem typischen Metal-Klischee entsprechend. Aber das muss ja auch nicht sein. 😉
TEN56., Mushroomhead und Coroner – irgendwie anders wild beim Rock The Lakes
Die französische französische Deathcore-Band, die noch recht jung ist (gegründet im Jahr 2020) ging gegen 17.30 Uhr auf die Bühne und zeigte, dass sie sich in kurzer Zeit schon in der Szene etabliert hatten. Wer die Band noch nicht kannte, naja, der kannte sie spätestens jetzt und merkte ziemlich schnell, was die Jungs drauf haben.
Für eine weitere Überraschung dürften wohl auch Mushroomhead bei vielen gesorgt haben. Mit ihren Drums, auf denen bei jedem Schlag das Wasser nur so spritzte, sorgten sie definitiv für eine Abwechslung beim Festival und generell, bei der Show. Ihr Stilmix aus Hardcore-Riffs mit Techno, gepaart mit Rapcore, einem Mix aus Rap und Hardcore-Gesang lässt sich nur schwer in eine Schublade stecken. Aber genau das macht die Band eben aus. Dazu noch ihre Publikumsnähe. Was willste mehr, als Metal-Fan beim Rock The Lakes Festival?
Die Schweizer von Coroner lieferten mit ihrem Mix aus Thrash- und Progmetal noch einen würdigen Abschluss des Nachmittags, bevor es dann auch schon mit Clawfinger weiterging.
Zuvor gab es aber auch an diesem Tag wieder die ein oder andere Autogrammstunde (u.a. von Clawfinger, Arch Enemy oder auch Scare The Children), die wieder zahlreich besucht wurden. Allen voran, ihr könnt es euch denken: Arch Enemy. Der Andrang war hier so groß, dass einige Fans leider leer ausgingen, da der Zeitplan für die nächste Autogrammstunde straff getaktet war.
Clawfinger, Arch Enemay und Lord Of The Lost – die Highlights des Abends beim Rock The Lakes 2026
Natürlich sind wohl gerade die drei Acts die bekanntesten gewesen, die am Samstagabend die Bühne(n) betreten haben. Auf was die Fans bei Clawfinger warteten, war von Anfang an klar. Ihr Klassiker „Do What I Say“ wurde nicht nur aus den ersten Reihen mehrfach lautstark gefordert. Auch in den letzten Reihen, die bis zum Pressezelt und den Toiletten reichten, hörte man immer wieder kleinere Rufe nach „Do What I Say“. Aber, wie das eben mit den Klassikern so ist – sie kommen meist erst zum Schluss auf die Setlist. Und so auch in diesem Fall. Die Band und das Publikum gaben noch einmal alles, bevor sie dann die komplette Show von Arch Enemy genießen konnten.
Wie gewohnt zog die Band ihren „Pure Fucking Metal“ Vorhang vor der Show nach oben, der dann schon kurze Zeit später fallen sollte. Mit Songs wie „The World Is Yours“, „Blood Dynasty“ oder auch „The Eagle Flies Alone“ mischten sie das Publikum auf, Pyro untermalte ihre Show, ohne zu sehr abzulenken.
Und auch Lauren hat ihren Job durchaus gut gemacht. Während sich Alissa in den letzten Jahren immer ein wenig vom Bühnenrand entfernte und weiter in die Bühnenkulisse zurückzog, suchte Lauren stets die Nähe zum Publikum. Immer wieder hielt sie das Mikro gen Publikum, um mit den Fans gemeinsam zu singen.
Aber auch vorher zeigte sich die Band schon bei der Autogrammstunde sehr fannah. Egal ob T-Shirts, Platten oder Drumsticks, die Fans ließen sich alles signieren, was nur irgendwie möglich war. Lauren, Michael, Daniel, Sharlee und Joey gaben sich natürlich ohne irgendwelche Allüren. Sofern man das aus Fotografensicht beurteilen kann. 😉
Schließlich sollten noch Lord Of The Lost ihren Platz beim Rock The Lakes Festival an diesem Abend finden. Songs wie „Loreley“, „I Hate People“ oder auch „Blood & Glitter“ brachten die Meute zum Tanzen. Aus fotografischer Sicht war das Licht samt Nebel leider nicht ganz optimal. Natürlich kann man sich jetzt die Frage stellen, wer schon Licht brauch, wenn die Stimmung gut ist. Aber, hey, spätestens wenn man sich kreativen Outfits von Frontmann Chris Harms mal etwas genauer ansehen will, wäre ein wenig Licht doch schön. 🙂
Und natürlich auch die Tatsache dass Klaas Helmecke und Pi Stoffers keine Bandmitglieder mehr sind, soll hier nicht unerwähnt bleiben. Schließlich waren beide lange Zeit Teil der Band. Dom R. Crey am Bass und Benjamin „Benji“ Mundigler ersetzen die beiden Musiker (wobei Benji schon seit 2024 dabei ist) und haben ihre Sache auch in Cudrefin gut gemeistert.
Unser Fazit zum Samstag des Rock The Lakes Festivals? Auch hier war wieder etwas für jeden Geschmack dabei, auch wenn Arch Enemy natürlich die „Stars des Abends“ waren. Fakt ist aber, dass sich auch Scare The Children und Mushroomhead ihren Platz beim Festival wahrlich verdient hatten. Wir freuen uns jedenfalls schon jetzt, gerade auch diese beiden Bands hoffentlich schon bald wieder live zu sehen.







