Warkings & Visions Of Atlantis entern die Batschkapp Frankfurt 2026
Am 08. Februar 2026 gastierte die gemeinsame „Pirates & Kings“-Tour von Warkings und Visions of Atlantis in der Batschkapp Frankfurt. Das Konzept der Tour ist klar definiert: Zwei gleichberechtigte Headliner, beide mit vollständigen Sets und eigener Bühnenproduktion. Bereits im Vorfeld zeichnete sich ab, dass der Abend ein breites Publikum aus Power- und Symphonic-Metal-Fans anziehen würde. Die Batschkapp zeigte sich gut gefüllt, aber nicht ausverkauft.
Den Auftakt des Abends übernahmen Induction, die mit einem kompakten Set für Bewegung vor der Bühne sorgte und das Publikum schnell auf Betriebstemperatur brachte. Nicht nur optisch erinnert Frontmann Gabriele ein wenig an Beast In Black (übrigens auch bald auf Tour!) Frontmann Yannis. Auch Gesten, Mimik und ja, auch die Gesangsstimme erinnert stark an den Griechen. Wer beide Bands schon einmal live gesehen hat, wird sicher verstehen, was wir meinen. 😉
Ein Bild davon könnt ihr euch mit Inductions‘ jüngstem Werk „LOVE KILLS!“ machen. Die Scheibe ist am 06.02.2026 erschienen und wurde, man mag es kaum glauben, durch Crowdfunding finanziert. Schaut dazu gern mal auf der Webseite von Induction selbst vorbei oder klickt euch auf den Streaming-Portalen rein.
Nach einer kurzen Umbaupause konnte es dann auch schon mit dem ersten Hauptact des Sonntagabends losgehen.
Visions of Atlantis eröffnen den Headliner-Teil
Visions of Atlantis starteten als erste der beiden Hauptbands und setzten dabei auf eine klar strukturierte Show mit deutlichem Fokus auf Atmosphäre, Inszenierung und na klar, die Stimme von Frontfrau Clementine. Passend zum Namen sind bei Visions of Atlantis Lichtdesign, Bühnenbild und visuelle Effekte auf das maritime Konzept der Band abgestimmt. Musikalisch kombinierte die Band Songs aus aktuellen Veröffentlichungen mit etablierten Live-Tracks, so dass langjährige Fans als auch neuere Hörer gleichermaßen auf ihre Kosten kamen. Ein aktuelles Studioalbum gibt es nicht, aber ganz wie der Support Induction, haben Visions of Atlantis am vergangenen Freitag ebenfalls eine Platte veröffentlicht. „Armada – An Orchestral Voyage“ heißt das Werk und ist ein Live-Album.
Auch wenn die Band schon einige Besetzungswechsel in der Vergangenheit hatte. Clementine zeigt definitiv, dass sie hervorragend in die Band passt. Stimmlich, optisch und in Kombination mit Sänger Michele Guaitoli bilden sie ein harmonisches Gesangsduo bei Visions of Atlantis. Songs wie „Mercy“, „Clocks“ oder auch „Underwater“ machten das in Frankfurt noch einmal deutlich.
Die Lichteffekte und die verhältnismäßig sparsam, aber gezielt eingesetzte Pyro verstärkten das Band-Image noch einmal und heizten dem Publikum an diesem kalten Sonntag noch einmal zusätzlich ein.
Warkings setzen auf direkte Publikumsinteraktion
Nach einer kurzen Umbaupause übernahmen Warkings den zweiten Headliner-Slot des Abends. Bereits mit den ersten Songs wurde deutlich, dass sich die Show in ihrer Wirkung klar vom vorherigen Set unterschied: Der Fokus lag stärker auf direkter Publikumsinteraktion, klaren Mitsing und-Mitmach-Passagen. Auch die Interaktionen von Band und Publikum nahmen zu: eine Zuschauerin durfte auf dem Gummireifen zur Theke über das Publikum „fliegen“ und ein Bier organisiern. Die Ansagen, Call-and-Response-Momente und spontane Interaktionen mit Fans bestimmten auch im weiteren Verlauf der Show stark den Auftritt der Warkings. Entsprechend hoch war war die Energie in der Batschkapp und die Stimmung bliebt konstakt auf einem hohen Level.
Visuell knüpfte die Band an den ersten Hauptact an. Nicht nur, dass sie sich zum Song „Pirates and Kings“ noch einmal die Unterstützung von Visions of Atlantis dazuholten. Auch die Pyro-Effekte und Lichtwechsel wurden wieder gezielt eingesetzt, um Songhöhepunkte zu unterstreichen, ohne die musikalische Performance zu störem.
Ein weiterer prägender Bestandteil des aktuellen Live-Programms ist die zusätzliche Gesangsstimme von Morgana le Fay. Sie unterstützt The Tribune beim Gesang. „Circles Of Witches“, Fight“ oder „Maximus“ sind nur drei Songs, die auf der aktuellen Setlist zu finden sind. Da die Tour ja eben erst begonnen hat, wollen wir euch ja nicht unnötig spoilern, sondern euch auch noch ein wenig den Spaß lassen, falls ihr euch von der Setlist überraschen lassen wollt.
Übrigens haben die Warkings seit ihrer Gründung im Jahr 2018 bereits fünf Studioalben veröffentlicht, zuletzt erschien „Armageddon“ 2025. Hört hier auf jeden Fall einmal rein, falls ihr es noch nicht getan habt.
Fazit: Zwei unterschiedliche Shows, ein stimmiges Gesamtpaket
Der Frankfurter Tourstopp zeigte wieder einmal, wie gut das Doppel-Headliner-Format funktioniert. In letzter Zeit schließen sich auch immer öfter Bands zusammen, um gemeinsam auf Headliner-Tour zu gehen. Das hat eigentlich nur Vorteile. Fans verschiedenster Bands werden zusammengebracht, lernen vielleicht auch Musik kennen, die sie so noch nicht kannten. Auch für die Bands selbst ist es produktionstechnisch natürlich win win, wenn man sich hier die Kosten für die Hallenmiete und das Touren allgemein teilen kann.
In Frankfurt zeigte sich ein abwechslungsreicher Konzertabend, der die Fans von Visions of Atlantis und den Warkings vereinte. Auch wenn das Konzept beider Band unterschiedlich ist, es passt genau deshalb auch so gut zusammen. Publikumsnähe meets Atmosphäre und Inszenierung.









