TBS verzaubert die MHP Arena Ludwigsburg
Zeitgleich mit dem Release ihres neuesten Albums „Das Schwarze Album“ brachten The Butcher Sisters (TBS) die Magie am vergangenen Freitag Abend nach Ludwigsburg. Doch fangen wir wie immer am Anfang des Abends an.
Future Franz eröffnet den Abend
Um etwas ruhiger zu beginnen brachte der Kornwestheimer Future Franz ein paar Indie-Pop-Vibes auf die Bühne. Daniel Strohäcker, so sein Geburtsname, fällt nicht nur mit seinen ironischen und humorvollen Texten auf, sondern auch mit seinem Outfit. Mit seinem Fischerhut und in seinen Birkenstock-Sandalen teilt er mit seinen Songs persönliche Gedanken oder auch Situationen aus dem Alltag.
Sein neustes Werk „Magic“ schnitt er auch zwischendurch an. Mit den 10 Songs, die im Mai 2025 veröffentlicht wurden, singt er über Träume, Realität und magische Momente im Leben.
Gegen Ende fragte Future Franz, ob sich Raucher in der Halle befinden. Dem Geräuschpegel zu Folge waren viele im Publikum. Daraufhin holt er einen blauen Beutel raus und sagt „Ich habe aufgehört zu rauchen, aber für euch zünde ich nochmal eine an“.
Damit auch die Crowd etwas davon hat, zieht er aus dem Beutel mehrere Hände voll Zigaretten und wirft diese in die ersten Reihen. Etwas ungewöhnlich, aber die Fans haben sich darüber sichtlich gefreut! Mit diesem kleinen Geschenk stimmte er seinen Song „Raucher“ an. Darin singt er über die Hassliebe zum Rauchen, was immer wieder gut ankommt.
Zum Abschluss fordert die Menge ihn auf, sich auszuziehen. Als Kompromiss zieht der Sänger sein Hemd hoch und präsentiert eine so genannte „Bauchrolle“. Wenn nicht schon bei den vorherigen Songs passiert, hat er spätestens mit dieser Aktion ein paar mehr Fans dazu gewonnen.
Mit Callejon zum zweiten Support Act des Abends
Um die Stimmung für den Hauptact weiter nach oben zu treiben, präsentierten Callejon u.a. Coversongs in Heavy Metal Version. Gegründet wurde die Band 2002 in Nordrhein-Westfalen und kann seit ihrer Gründung auf eine interessante Bandgeschichte zurückblicken.
So spielten sie bereits im Vorpgrogramm von Annisokay oder auch Bullet For My Valentine. Nun heizen sie aktuell im Support bei TBS ein und die Menge feiert es – so auch in Ludwigsburg. „Palmen aus Plastik„, „Tor des Todes“ und der Ärzte Klassiker „Schrei nach Liebe“ standen hier auf der Setlist. Wie ihr euch denken könnt feierten die Fans speziell den Ärzte Song, der, egal wer ihn spielt, einfach immer wieder dazu animiert, mitzusingen.
TBS – Party, Konfetti und ganz viel Zauber in der MHP Arena
Mit einem Konfettiregen konnte die Zaubershow um 21:30 Uhr starten und der erste Song „Bierosaufus-Ex“ war direkt ein Hit, das Publikum feierte ausgelassen. Darauf folgte eine Kombination aus „Uga Uga Bam Bam“ und „Herr Doktor“ – inklusive aufblasbarer Steinzeit-Keule, mit der Sänger Stroppo spielerisch die erste Reihe bearbeitete. Beim dritten Song „Bierdurst“ durfte die Bierdose auf der Bühne natürlich auch nicht fehlen, welche die TBS-Jungs live „auf ex“ leer getrunken haben.
Beim Song „Reiner“ wurde ein riesiges aufblasbares Baby auf die Bühne geholt und man wusste genau, was passieren wird: Das Riesenbaby wurde mit einem Tritt in die Menge befördert und durch die Crowd getragen. Allerdings hielt es der Belastung nicht mehr stand und die Luft verschwand. TBS erklärten aber, dass sie das gleiche Problem beim letzten Konzert hatten und das Riesenbaby schon geflickt hatten.
Um der Show noch mehr Magie zu verleihen, packten TBS einen riesigen Zauberstab aus. Als er in die Menge gehalten wurde, kam „magisches Konfetti“ aus dem Zauberstab geschossen und machte dem Tournamen alle Ehre.
Einer der neusten Songs „Klettergerüst“ wurde mit Cowboyhüten am andern Ende der Halle präsentiert. Doch um dort hinzukommen, gab es ein Wettrennen mit aufblasbaren Booten. Die beiden Sänger Alex und Stroppo warfen zwei Boote auf die Menge und gaben sich im gemeinsamen Crowdsurf-Boot-Rennen die Ehre. Humorvoll erwähnten die beiden, dass das Publikum der Verliererseite danach die Halle verlassen müsse. Gewonnen hat Stroppos Seite, da Alex kurz vor dem Ziel „tauchen“ gegangen ist. Den restlichen Weg hat er dann in der Menge zu Fuß zurückgelegt.
Als Überleitung zum nächsten Song wurde im Publikum eine gerade Linie bis zur Bühne frei gestellt, damit die beiden Jungs mit Cityrollern zurückfahren können. Auf der Bühne rollten sie dann auch noch etwas umher und stimmten damit den Song „Cityroller“ an, welcher übrigens auch erst vor 2 Monaten veröffentlicht wurde.
Abrakadabra
Um dem Tournamen weiter gerecht zu werden, gab es natürlich auch ein paar Zaubertricks. Stroppo wurde in eine Kiste gelegt, die auf der Bühne mit einer „Kettensäge“ durchtrennt wurde. Nach dem Drehen und erneuten Zusammenschieben der Kiste stieg er unversehrt wieder heraus.
Als kleine Überraschung standen plötzlich die Jungs der King Nugget Gang auf der Bühne. Echte Fans wussten was das bedeutet – der „Nudelsong“ war nun am Start!
Wir bleiben auch direkt bei feat. Songs und durften live einen Song aus dem neuen Album „das schwarze Album“ hören. Frontman Bastian vom Support-Act „Callejon“ sprang mit auf die Bühne und performte mit TBS den Song „Detlef D Soost“.
Für eine kurze Verschnaufpause sorgte eine akustische Version von „Genie in a Bottle“ (Christina Aguilera), die bewusst humorvoll gehalten war und dennoch für einen ruhigeren Moment im Set sorgte.
Nach einer kurzen „Pause“ gab es als Zugabe unteranderem „Drachentöter“. Um diesem Titel auch noch gerecht zu werden, rannten Stroppo und Alex (wie schon im Musikvideo) im Drachenkostüm und Ritter-Rüstung auf die Bühne. Mit einem Schwert und Fäusten lieferten sie sich einen humorvollen Kampf, bis der Drache endlich besiegt war.
Für den Song „Baggersee“ durfte ein riesiger Wasserball natürlich nicht fehlen. Damit auch alle etwas davon haben, flog der Ball direkt ins Publikum.
Neben den zahlreichen Showelementen war auch musikalisch und körperlich viel los: Crowdsurfing, Circle Pits und Mosh Pits prägten die MHP Arena an diesem Abend. Stroppo selbst wagte sich mehrfach ins Publikum und trug zusätzlich Rollschuhe, mit denen er über die Bühne glitt. Die Lichtshow setzte auf bunte Farben. Das Publikum war optisch ebenfalls angepasst und viele trugen bunte Kostüme. Der perfekte Abend also, um mal richtig „die Sau rauszulassen“ und „Party zu machen“.
Wer sich von TBS auch noch verzaubern lassen will und ebenfalls Bock auf so ein buntes Programm hat, kann noch bei den folgenden Terminen dabei sein:
München, TonHalle – 24.01.26
Berlin, Columbiahalle – 30.01.26
Hannover, Swiss Life Halle – 31.01.26
Fürth, Stadthalle – 05.02.26
Leipzig, Haus Auensee – 06.02.26
Hamburg, Inselpark Arena – 07.02.26
Wien, Gasometer – 21.02.26
Köln, Palladium – 27.02.26
Offenbach, Stadthalle – 28.02.26
Übrigens, die Mannheimer Band TBS hat am 23. und 24.10.2026 Heimspiel! Hier steht die Band zwei Tage hintereinander auf dem Maimarkt-Gelände auf der Bühne. Tickets dafür gibt’s noch auf eventim.de.
Fotos & Text by Alina











