Nothing More in der ausverkauften Batschkapp Frankfurt
Der Deutsche Part der Carnal-Tour von Nothing More ist vorbei. Viele Konzerte waren ausverkauft.
Der Termin von Nothing More in der Batschkapp war einer dieser Termine, der, wie ich finde, zurecht ausverkauft war. Auch wenn die Texaner schon über 10 Jahre (in der aktuellen Formation) zusammen Musik machen, so haben viele doch erst durch ihre Auftritte beim Rock im Park und Rock am Ring 2025 zu ihnen gefunden.
Es gibt zwar ein paar Rätsel auf, warum viele erst jetzt zu der Alternative-Metal-Band gestoßen sind, aber hey, besser spät, als nie. 🙂 Schließlich waren Nothing More auch bereits 2024 im Support von Electric Callboy unterwegs. Zugegeben, ihre Musik passt nicht so ganz zu den Jungs aus Castrop-Rauxel, aber eine coole Mischung war es schon.
Wir fangen aber auch in Frankfurt wieder beim Support an. Der bestand nämlich auch hier aus sage und schreibe drei Acts, die bereits um 18:30 Uhr das Wochenende einläuteten.
Ankor, Solence und Catch Your Breath als Nothing More Support
Für Publikum und Fotografen ist ja gutes Licht immer ein Segen. Während Solence und Catch Your Breath in München und Stuttgart ein wenig im Licht untergingen, kamen aber in Frankfurt alle Support-Acts gut zur Geltung. Sowohl musikalisch und optisch!
Ankor zeigten sich nach der Show für Fotos und Autogramme auch noch an ihrem eigenen Merch-Stand, so dass die Fans auch noch mehr vom äußert sympathischen Support hatten. Bereits auf der Bühne gaben sie wieder alles und begeisterten das Publikum.
Solence legten fleißig nach und man hatte das Gefühl, wenn man schon bei anderen Shows auf dieser Tour dabei war, dass gerade Solence noch eine Schippe draufgelegt haben. Sie steigerten sich von Show zu Show und in Frankfurt hatte man das Gefühl, dass sie jetzt erst richtig warm gespielt sind. Sehr zur Freude des Publikums. Die Band selbst zeigte sich auch nach der Show noch publikumsnah und feierte während des Auftritts von Nothing More noch gemütlich für eine Zeit im Graben mit.
Catch Your Breath überzeugten leider auch in Frankfurt nicht jede:n, aber, das muss eine Band ja auch nicht immer. Ihr eigenwilliger Stil fand aber, wenn man durch die ersten Reihen sah, auf jeden Fall da Anklang. Fakt ist jedoch, dass die Band ihr Set kurz unterbrach, damit einem Fan in der Menge geholfen werden konnte. Das zeigte auf jeden Fall, dass sie emphatisch und auch sympathisch sind. Schließlich betonte Frontmann Josh noch einmal, dass die Gesundheit des Publikums immer an erster Stelle steht.
So konnte das Set von Catch Your Breath ohne weitere Vorfälle zu Ende gespielt werden und auch sonst war der Abend glücklicherweise frei von (medizinischen) Notfällen.
Abriss mit Nothing More
Zugegeben, ich bin auch nach einigen Shows der aktuellen Tour immer noch ein wenig irritiert von dem langen Carnal-Intro, welches gern mal 10-15 Minuten dauert. Schön anzuhören ist es aber allemal, im Vergleich zu vielen anderen Intros, die schon gerne mal super nervig werden können.
Schließlich konnte es dann mit „House On Sand“ endlich losgehen. Schön zu sehen bzw. hören war an diesem Abend, dass es Jonnys‘ Stimme wieder besser ging. Sicher noch nicht zu 100%, aber die Hilfe, die er in Stuttgart benötigte, weil er kaum mehr einen Ton herausbrachte, war in Frankfurt nicht nötig.
Die Fans sangen aber trotzdem zahlreich mit und brachten die ausverkaufte Batschkapp zum Beben. Zu gönnen ist das Nothing More nach all den Jahren im Musikgeschäft vor allem auch deshalb, weil sie noch im letzten Jahr vor einem halb gefüllten Schlachthof in Wiesbaden bei ihrer Headliner-Show standen. Umso optimistischer bin ich nun, wenn ich sage, dass der Schlachthof dann als nächstgrößere Location dann wohl kein Problem mehr für die Texaner sein sollte.
In Frankfurt zeigten Nothing More auf jeden Fall einmal mehr, dass sie nicht nur Jonny sei Dank erfolgreich sind. Wenn sich Ben und Jonny an den Drums batteln, Mark an der Gitarre bei „Stuck“ den Rap-Part von Sinizter übernimmt oder Daniel und Mark gemeinsam im Gitarren- und Bass-Battle antreten, dann merkt man: die Jungs sind mehr als ein eingespieltes Team.
Schließlich können sie zu Songs wie „Don’t Stop“ oder dem „Angel Song“ nicht nur wild, sondern mit „Fade In Fade Out“ auch ruhig und zum Nachdenken anregen. Ein Blick durch die Fans in Frankfurt zeigte jedenfalls, dass alle Anwesenden ordentlich Spaß hatten.
Schließlich gab es auch in Frankfurt noch einmal zum krönenden Abschluss das Gitarren-Bass-Drum-Battle direkt an der ersten Reihe. Meiner Meinung nach noch ein weiterer Grund, warum man die Jungs um Jonny Hawkins doch einmal live erlebt haben sollte.
Für meinen Teil freue ich mich schon jetzt auf die nächsten Termine im kommenden Jahr. Wann und wo wissen wir, bis auf die bestätigten Festivals, zwar noch nicht. Aber wir können stark davon ausgehen, dass es noch die ein oder andere Headliner-Show zwischen den Festivals geben wird. Denn bereits in diesem Jahr waren die beiden Shows in Bochum und Saarbrücken, welche zwischen den Festivals stattfanden, sehr gut besucht. Bochum war sogar ausverkauft.
Schaut auf jeden Fall auch regelmäßig bei Nothing More auf den Social Media Kanälen vorbei, hier erfahrt ihr es zuerst, wenn es neue Termine gibt.











