Lionheart im Schlachthof Wiesbaden 2026
Am 9. Januar wurde die neue Platte „Valley of Death II“ von Lionheart veröffentlicht – passend zum Tourauftakt.
Der Tourauftakt startet aber nicht in Wiesbaden. Nein, Lionheart starteten in Münster in eine vielversprechende Europa-Tournee.
So machten Sie am 16.01.2026 im Schlachthof Wiesbaden Station. Rund eine halbe Stunde vor dem ersten Support, Slope, öffneten sich die Tore. Auch wenn bis dahin noch nicht viele Fans anwesend waren, tat das der Stimmung keinen Abbruch. Nach und nach füllte sich dann doch die Halle, wenngleich auch nicht ausverkauft, aber dennoch gut besucht.
Slope eröffneten den Abend
Mit ihrem doch recht eigenen Stil, ein Mix aus Hardcore, Punk, Rap und Funk, starteten Slope pünktlich um 19:00 Uhr in den Abend. Es schien zunächst, als könnte das Publikum noch nicht ganz so viel mit der Band anfangen. Vereinzelt sah man aber doch die ersten Fans zu Songs wie „Goodbye Mr. Dandy“, „Just Do You“ oder auch „Trainsurfing“ mittanzen. Ihr aktuellster Track, der am 09.01.2026 erschien, „Same Blues“ war ebenfalls am Freitag in Wiesbaden zu hören.
Zugegeben, ihr Stil ist schon ein wenig gewöhnungsbedürftig. Aber, Slope passen in ihrer Rolle als Support-Act recht gut zur aktuellen Lionheart Tour. Wer die Jungs noch nicht kennt, klickt sich am besten einmal ins aktuellste Album, aus dem Februar 2024, rein. „Freak Dreams“ heißt die Platte. Wer auf diesen Genre-Mix steht, sollte der Band auf jeden Fall einmal eine Chance geben.
Die ersten Moshpits mit Gideon
Als nächstes ließen Gideon nicht lange auf sich warten. Die Band aus Alabama präsentierte ihren aktuellsten Track, welcher im Herbst 2025 erschien, „Wrong One“ zum Auftakt ihres Sets. Nur wenige Minuten später konnte man im Schlachthof Wiesbaden die ersten Moshpits und Crowdsurfer sehen.
Sie überzeugten mit Hardcore Punk und Metalcore, Frontmann Daniel McWhorter zeigte sich dazu noch mit Cowboyhut (passend zur Herkunft gekleidet). Ein aktuelles Album gibt es derzeit nicht von der Band, hier müssen wir zum Jahr 2023 zurückblicken. Im März 2023 erschien hier die Platte „MORE POWER. MORE PAIN.“ Den dazugehörigen Namensgeber des Albums gab es dafür aber auch am Freitag auf die Ohren. „Too Much Is Never Enough“ und „Take Off“, ebenfalls Tracks der zuletzt erschienenen Platte, waren auf der Setlist auch vorhanden. Das kam an beim Publikum und so langsam war der Schlachthof auch gut gefüllt.
Mit Madball in Runde drei des Abends
Auch wenn sich der Auftritt von Madball ein wenig anders gestaltete, als man sich das vielleicht vorgestellt hat – die Show war dennoch einzigartig. Vielleicht auch gerade deshalb, weil sie ein wenig anders als geplant verlief?
Freddy Cricien, Frontmann der US-Amerikanischen Hardcore Band, musste vor wenigen Tagen kurzfristig auf Grund eines familiären Notfalls nach Hause reisen. Er versucht aber, für die weiteren Shows in Europa dabei zu sein.
Doch statt den Auftritt der Band komplett zu canceln, zeigte sich wieder einmal mehr, wie stark die Metal-Community ist. Gerade auch unter den Bands selbst wird sich hier geholfen, so gut es irgendwie geht. Das eben auch musikalisch, wenn es denn sein muss.
Seht es uns bitte nach, dass wir nicht alle Namen auf dem Plan haben. 😀 Fakt ist aber, dass hier nicht nur Lionheart Gitarrist Walle Etzel zum Einsatz kam. Auch der Merch-Mann Matěj Štěpánek durfte mal auf die Bühne und hat seinen Job mehr als gut gemeistert.
Ein kleiner Nachtrag: Tourmanager und Bandmitglied von Born From Pain sprang hier für Freddy ein. Auch am Bass gibt’s einen „alten Bekannten“ von Born From Pain: Pete Goerlitz war/ist hier am Start! (Danke an Daniel für die Infos! 🙂 )
Lionheart – der Hauptact des Abends!
Die Kalifornier von Lionheart haben, wie eingangs erwähnt, passend zum Tourauftakt ihre neue Platte „Valley Of Death II“ veröffentlicht. Fans des Genres wird es daher nicht verwundern, dass kaum ein Track auf der Scheibe länger als 2:30 min dauert. Umso voller kann dann natürlich auch die Setlist auf den Shows gepackt werden. Nach einem kurzen Intro konnte es dann losgehen.
Neue Tracks wie „Death Grip“, „Bulletproof“ oder auch „Chewing Through the Leash“ (im Original übrigens in Zusammenarbeit mit Matt Honeycutt und Kublai Khan TX entstanden) waren Teil der Setlist. Aber auch ältere Stücke wie „LIVE BY THE GUN“, „Burn“ und „Hail Mary“ waren mit am Start. Die Crowd in Wiesbaden war vom ersten Takt an da und feierte ausgelassen mit Lionheart ins Wochenende.
Zwischen zahlreichen Moshpits und Crowdsurfern merkte man immer wieder, wie die Band das Publikum im Griff hat. Die Stimmung war zu jedem Zeitpunkt bestens und kurz vor dem Ende der Show stimmte Frontmann Rob Watson den Beasie Boys Klassiker „Fight For Your Right“ an und sorgte für Gesangschöre.
Falls ihr noch nicht in die aktuellste Scheibe „Valley Of Death II“ reingehört habt, habt ihr nachfolgend noch einmal Gelegenheit dazu, euch reinzuklicken. Die Platte verspricht „das bisher härteste Album von Lionheart in ihrer Karriere“ zu sein. Macht euch davon aber selbst ein Bild – und bevor wir zur Albumverlinkung kommen, gibt’s nachfolgend erst einmal die Fotos vom Abend in Wiesbaden.
Wer noch dabei sein will, der hat z.B. am 21.01.2026 in Stuttgart noch Gelegenheit. Tickets gibt’s u.a. auf eventim.de!











