Jinjer im Schlachthof Wiesbaden 2026
Am Freitag, den 13.02.2026 machte die ukrainische Band Jinjer halt im Schlachthof Wiesbaden. Das Quartett rund um Sängerin Tatiana Shmailyuk machte die letzten Jahre durch ihren Genre Mix aus Progressive, Technical und Deathmetal auf sich aufmerksam, ebenso das stimmliche Talent von Tatiana hat der Band eine ordentliche Popularität verschafft. Mit ihrer „Duél“ Tour reisen sie aktuell durch Europa, mit im Aufgebot waren Textures und Unprocessed.
Auftakt mit Textures in Wiesbaden
Zuerst betreten die Niederländer von Textures die Bühne im Schlachthof Wiesbaden – die Halle ist bereits gut gefüllt. Von der Security erfährt man, dass bis auf wenige Tickets die Halle fast ausverkauft ist. Die 2001 gegründete Band hatte sich 2017 zwar aufgelöst, aber seit 2023 ist das Sextett wieder aktiv. Ihren Stil beschreibt die Band selbst als „Polyrhythmic Metal Madness“, ich denke man kann es am besten mit Progressive Death Metal beschreiben. Dementsprechend lang und komplex sind die Songs von Textures, definitiv nicht jedermanns Sache, aber technisch auf jeden Fall sehr anspruchsvoll und mit knapp 40 Minuten spielen Textures auch ein ordentliches Set für einen Opener und kommen beim Publikum sehr gut an.
Heimspiel für Unprocessed
Als nächstes betreten Unprocessed die Bühne, die Jungs haben seit knapp 6 Jahren nicht mehr in ihrer Heimatstadt gespielt und werden dementsprechend vom Publikum gefeiert. Ihren Stil kann man ebenfalls im Progressive Metal verorten und das Wiesbadener Quartett legt noch eine Schippe an Komplexität und Skill im Vergleich zum Opener drauf, aber trotzdem schafft es Unprocessed, dass ihre Musik nicht unzugänglich wird. Harte Breakdowns und Riffs wechseln mit melodischen und ruhigeren Parts, verpackt in komplexen Songstrukturen, die aber an den richtigen Stellen die Songs auflockern. Mit 45 Minuten schon fast ein kleines Headliner Set.
Jinjer reißen ab
Zu guter Letzt starten dann Jinjer. Von Sekunde eins wird klar, dass Tatiana Shmailyuk nicht nur auf Platte ihre großartige Stimme einsetzen kann, auch live ist ihre Stimme die mühelos von tiefstem Growlen auf glaskaren Gesang wechselt ein Highlight des Konzerts. Aber auch die Instrumentalfraktion mit Roman Ibramchalilow an der Gitarre und Eugene Abdjuchanow am Bass, sowie Wlad Ulassewytsch an den Drums sind Skilltechnisch ganz weit vorne. Der Mix aus Djent, Progressive-, Groove-, Deathmetal und Metalcore ist wirklich einzigartig und macht den Sound von Jinjer einzigartig. Optisch unterstützt wird der Auftritt von einer riesigen Video-LED-Wand im Hintergrund, auf der zu den Songs passende Animationen laufen, nicht nur akustisch beeindruckend, auch optisch sehr stark. Das Publikum feiert Jinjer mit Moshpits und Crowdsurfern, die wie üblich im Schlachthof, sicher von der Security aufgefangen werden. Starkes Konzert!
Fotos & Text: Kevin Richter









