Jason Derulo hat Stuttgart mit seiner heißen Show begeistert!
Wenn ein einminütiger Countdown lautstark von zehn heruntergezählt wird, ist klar: Hier wartet niemand entspannt auf den Beginn. Punkt 20:45 Uhr startete das Konzert von Jason Derulo in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle. Schon vor dem ersten Ton war die Stimmung auf Anschlag. Stuttgart war das vorletzte Deutschland-Konzert seiner „The Last Dance World Tour“ am Freitagabend.
Support-Act THERA eröffnet den Abend
Nach einem kurzen DJ Set übernahm den Auftakt am Freitag die 18-jährige tschechische Sängerin THERA. In einem auffälligen roten Outfit brachte sie die Halle früh auf Betriebstemperatur. Neben eigenen Songs präsentierte sie zum Abschluss ein Cover von „Break the Rules“, welches vom Publikum positiv aufgenommen wurde.
Für alle die THERA nicht kennen: Sie ist eine Sängerin und Songwriterin, angesiedelt im Bereich Dark-Pop. Die Songs sind meist recht emotional, weshalb sie beim Publikum gut ankommen. Mit Songs wie „Guardian Angel“ und ihr Album „I Wish I Called“ hat sie sich inzwischen einen Namen in der Szene gemacht. Definitiv ein gelungener Auftakt.
Mit Countdown und „Sexy for Me“ in den Abend mit Jason Derulo
Nach dem Countdown ging es ohne Umwege mit Jason Derulo los: „Sexy for Me“, seine erst jüngste Single, eröffnete das Set. Kurz darauf folgte „Wiggle“ – und spätestens da war klar, dass dieser Abend auf Tempo und Performance setzt.
Die gesamte Show schien perfekt abgestimmt: Pyro-Effekte, Funkenregen und Konfetti waren fester Bestandteil. Die Tänzer:innen präsentierten wilde Dance-Moves, während ihre Outfits farblich auf das Bühnenbild abgestimmt waren. Das Gesamtbild blieb dabei durchgehend im typischen Derulo-Stil: selbstbewusst, rhythmisch, mit klarer Club-Ästhetik. Auch Jason Derulo mischte selbst kräftig mit und tanzte sich regelrecht die Seele aus dem Leib. Hier wurde definitiv nichts dem Zufall überlassen.
Im Publikum wurden leuchtende Armbänder verteilt, die im Verlauf der Show passend zu Songs und Stimmungen ihre Farben wechselten. Dadurch entstand ein geschlossenes Gesamtbild zwischen Bühne und Crowd.
Insgesamt standen 29 (!) Songs auf der Setlist. Neben aktuellen Tracks durften natürlich die bekannten Hits nicht fehlen: „Swalla“ kam relativ früh, „Savage Love“ brachte zahlreiche Fans dazu, die bekannte TikTok-Choreografie mitzutanzen. Bei „Talk Dirty“, dem drittletzten Song, sang die Halle lautstark mit. Auch „Whatcha Say“, „Trumpets“, „Breathing“ oder „Who Hurt You“ sorgten für textsichere Momente.
Zwischen „Breathing“ und „Trumpets“ baute Derulo zudem einen DJ-ähnlichen Part ein, bei dem ältere Songs angespielt wurde – ein Abschnitt, der sich wie eine kompakte Club-Session mitten im Konzert anfühlte. Erlebt man auch nicht jeden Tag.
Ein Weltstar zum Anfassen
Zwischen den Songs suchte Derulo immer wieder das Gespräch mit dem Publikum. Er fragte nach „Tag 1“-Fans, die ihn schon von Anfang an begleiten, brachte dabei sogar das ein oder andere Wort auf Deutsch mit ein. Mit einem „Ich liebe dich Stuttgart“ überraschte er viele in der Halle und erntete dafür deutlich positive Reaktionen.
Ein weiteres Highlight folgte gegen Ende: Jason verließ die Bühne, lief durch den Bühnengraben und näherte sich direkt seinen Fans. In den ersten Reihen sollte ein ganz besonderer Fan-Wunsch wahr werden. Ein Schild mit der Aufschrift „Please hug me, Jason“ schaffte es, die Aufmerksamkeit des US-Amerikaners auf sich zu ziehen. Schließlich erfüllte er den Wunsch des Fans!
Danach ging er weiter in den Sitzplatzbereich und performte zwischen den Fans, aus dem Publikum weiter. Ein Bild, das für viele sicher einer der intensivsten Augenblicke des Abends war. Das sieht man von Weltstars nicht (mehr) allzu häufig, dass sie ihren Fans noch so nahe kommen.
Noch mehr Publikums-Interaktion mit Jason Derulo
Wer glaubt, dass nun mit dem Gang ins Publikum die „Fan-Nähe“ schon beendet war, der irrt sich. Zwei Tänzerinnen liefen mehrfach mit Schildern über die Bühne, hielten Schilder mit der Aufschrift „It’s your turn to sing“ nach oben und banden das Publikum auf diese Art und Weise ebenfalls mit in den Abend und in die Show ein. Dann gehörte der Song ganz den Fans – und die Halle übernahm geschlossen die Vocals.
Zwischendurch wurde die Show immer wieder mit viel Pyro untermalt. Kein Wunder, bei über 40 (!) Trucks, die für diese Produktion aufgefahren wurden, durfte man auch einiges erwarten. Und ja, die Erwartungen wurden definitiv nicht enttäuscht. Weltstar Jason Derulo weiß nicht nur, wie man Party macht, sondern auch, wie man zig 1000 Menschen in den Bann zieht, eine Bühnenshow abliefert, die die Fans so schnell nicht vergessen werden.
Fazit: Jason Derulo ein Star zum Anfassen
Ja, Derulo hat inzwischen alles erreicht, was man sich als erfolgreicher Musiker vorstellen kann. Er kann es sich leisten so eine Bühnenshow aufzufahren – bleibt dabei aber immer noch ein Stück weit nahbar und nicht unantastbar. Der Mega-Star aus den USA weiß, wie er nicht nur Frauenherzen erobert, sondern auch, wie man eine Bühnenshow auf die Beine stellt, die einiges in den Schatten stellt.
Wer in Stuttgart beim Jason Derulo Konzert war, hat sich definitiv gut unterhalten gefühlt. Eine Bühnenshow, bei der nichts dem Zufall überlassen wurde. Pyro, Fannähe, Party und auch emotionale Momente haben den Abend rund gemacht. Was will man mehr?
Fotos & Text by Alina









