Jahrhunderthalle Frankfurt / Myticket Jahrhunderthalle
Die Jahrhunderthalle Frankfurt gehört seit mehr als 60 Jahren zu den bekanntesten Konzertlocations im Rhein-Main-Gebiet. Der markante Kuppelbau im Frankfurter Stadtteil Unterliederbach wurde 1963 eröffnet und hat seitdem einige ziemlich große Namen gesehen – von Jimi Hendrix und Janis Joplin über Frank Sinatra und Kraftwerk bis zu späteren Auftritten international erfolgreicher Rock- und Popacts.
Heute finden im Kuppelsaal Konzerte, Comedy, Musicals, Shows und weitere Veranstaltungen statt. Bei bestuhlten Produktionen bietet er Platz für bis zu rund 2.700 Gäste, bei Stehkonzerten können es knapp 5.000 sein. Damit liegt die Jahrhunderthalle größenmäßig deutlich über klassischen Clubs wie der Batschkapp, bleibt aber überschaubarer als große Arenen wie die Festhalle Frankfurt oder SAP Arena Mannheim.
Konzerte in der Jahrhunderthalle Frankfurt
Der Kuppelsaal wird regelmäßig für nationale und internationale Tourproduktionen genutzt. Rock, Metal, Pop, Comedy, Musicals und zahlreiche weitere Veranstaltungsformen gehören zum Programm.
Gerade für Tourneen, die für klassische Clubs bereits deutlich zu groß sind, aber keine Arena mit fünfstelliger Besucherzahl benötigen, bildet die Jahrhunderthalle damit eine interessante Zwischengröße.
Mehr als 60 Jahre Konzertgeschichte
Errichtet wurde die damalige Jahrhunderthalle Hoechst zum 100-jährigen Bestehen der Hoechst AG. Der Konzern beauftragte den Architekten Friedrich Wilhelm Kraemer mit dem Entwurf eines Kulturhauses für Mitarbeiter und die Region. Nach nur 17 Monaten Bauzeit wurde das Gebäude am 11. Januar 1963 offiziell eröffnet.
Das erste große kulturelle Ereignis folgte im März desselben Jahres mit einem Violinkonzert von Yehudi Menuhin. Schon wenige Jahre später spielte die Halle auch für Rock-, Blues- und Jazzkonzerte eine wichtige Rolle.
Duke Ellington trat 1965 auf, Jimi Hendrix spielte im Januar 1969 in der Jahrhunderthalle. Nur wenige Monate später folgte Janis Joplins einziges Deutschlandkonzert. Im Laufe der Jahrzehnte standen außerdem zahlreiche weitere international bekannte Künstler auf der Bühne.
Bis heute ist die Jahrhunderthalle regelmäßig Bestandteil großer Deutschland- und Europatourneen.
Kuppelsaal, Club und weitere Bereiche
Das Herzstück der Jahrhunderthalle ist der große Kuppelsaal. Seine Architektur unterscheidet sich deutlich von klassischen Mehrzweckhallen. Rund um das Auditorium ziehen sich große Glasflächen, darüber spannt sich das charakteristische Kuppeldach.
Zum Erscheinungsbild gehören außerdem der Parkettboden, schwere Vorhänge und die markante Deckenkonstruktion. Viele Elemente erinnern bis heute an die ursprüngliche Gestaltung der 1960er-Jahre.
Kuppelsaal
Der Kuppelsaal bietet bei bestuhlten Veranstaltungen Platz für bis zu rund 2.700 Personen. Bei Stehkonzerten können knapp 5.000 Gäste untergebracht werden.
Durch verschiedene Bestuhlungsvarianten verändert sich der Aufbau von Veranstaltung zu Veranstaltung. Neben komplett bestuhlten Produktionen sind auch Konzerte mit Stehplatz-Innenraum oder Mischformen aus Steh- und Sitzplätzen möglich.
Club
Zusätzlich zum großen Kuppelsaal besitzt die Jahrhunderthalle einen eigenen Club. Dieser befindet sich im früheren Vorstandsrestaurant der Hoechst AG und kann unabhängig vom Kuppelsaal genutzt werden.
Bei unbestuhlten Veranstaltungen fasst der Club rund 600 Besucher, bestuhlt sind knapp 450 Plätze möglich. Damit eignet er sich für deutlich kleinere Tourproduktionen und Veranstaltungen.
Weitere Bereiche
Zum Gebäudekomplex gehören außerdem weitere Veranstaltungs- und Gastronomiebereiche sowie großzügige Außenflächen. In den Sommermonaten wird das Gelände teilweise auch für Open-Air-Veranstaltungen genutzt.
Eigene Erfahrungen mit der Jahrhunderthalle Frankfurt
Für Fotografen ist die Jahrhunderthalle inzwischen eine willkommene Abwechslung zwischen der Festhalle und der Batschkapp. Während man sich bei der einen Halle als Fotograf nur von einer Ecke in den Graben regelrecht drängen muss, wenn die Halle mal voll ist, gibt’s bei der anderen Halle meist keinen Zutritt zum Graben ohne eine Foto-Escorte durch Security oder den Veranstalter.
In der Jahrhunerthalle wird man zwar auch hin und wieder von den Security als Presse eingesammelt und gemeinsam zum Graben gebracht, es ist aber auch keiner böse, wenn du schon selbst da auftauchst. Es ist ausreichend Platz zum Warten vorhanden, auch wenn die Halle ausverkauft ist, trampelt sich keiner auf den Füßen rum, in aller Regel muss sich kein Fotograf zwischen der Menge durchboxen.
Auch gibt’s fast immer die Möglichkeit, das Equipment während der Show, wähend des Fotografierens im Graben liegen zu lassen. NUTZT DAS BITTE AUCH, LIEBE RÜCKSICHTSLOSE KOLLEG:INNEN die gerne mit Rucksack auf dem Rücken in den Graben ziehen!
Atmosphäre im Kuppelsaal
Die Jahrhunderthalle unterscheidet sich schon optisch deutlich von vielen Konzertlocations vergleichbarer Größe. Der runde Saal, die umlaufenden Glasflächen und das Kuppeldach sorgen dafür, dass das Gebäude seinen ursprünglichen Charakter aus den 1960er-Jahren bis heute behalten hat.
Je nach Produktion ist der Sound natürlich auch hier nicht immer 100% optimal, wir können aber bisher nur über positive Erfahrungen berichten.
Sound und Sicht
Durch die ungewöhnliche Architektur unterscheidet sich der Kuppelsaal deutlich von rechteckigen Konzert- und Mehrzweckhallen.
Je nach Veranstaltung kommen unterschiedliche Saalpläne zum Einsatz. Neben klassischer Bestuhlung gibt es Varianten mit Stehplätzen oder Kombinationen aus Steh- und Sitzbereichen. Entsprechend verändern sich auch Sichtwinkel und Entfernung zur Bühne.
Anreise zur Jahrhunderthalle Frankfurt
Die Jahrhunderthalle liegt in der Pfaffenwiese 301 im Frankfurter Stadtteil Unterliederbach und damit deutlich außerhalb der Innenstadt.
Seit wenigen Monaten wird hier auch mit Kennzeichenerfassung gearbeitet. Für normale Besucher:innen sicher ein Segen, wenn vorhandene Automaten und/oder die App zum Parksystem funktionieren. Wir haben da inzwischen verschiedene Erfahrungswerte sammeln können.
Mal wurden Kennzeichen gar nicht erfasst, dann schon, aber die App funktioniert einfach nicht bzw. die Bezahlmethode. Ähnlich beim Automaten direkt neben der Abendkasse. Mal geht’s, mal geht’s nicht.
Auch für Fotografen ist diese Lösung maximal nervig. Konnte man einst als arbeitende Presse noch kostenfrei auf den Parkplatz fahren, so darf man sich nun bereits im Vorfeld über den Veranstalter um einen Park-Code kümmern. Je nach Veranstalter, die ggf. auch nicht so häufig in der Halle zu Gast sind, gestaltet sich das schwierig, eine Lösung zu finden. Und diese sollte man am besten bereits mit der Akkreditierungsanfrage finden.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Vom Frankfurter Hauptbahnhof kann die Jahrhunderthalle mit den S-Bahn-Linien S1 und S2 erreicht werden.
Eine Möglichkeit ist die Fahrt bis Frankfurt-Höchst. Von dort geht es mit Bus oder Taxi weiter.
Alternativ kann die Station Frankfurt-Höchst Farbwerke genutzt werden. Von dort beträgt der Fußweg zur Jahrhunderthalle nur wenige Minuten. Zusätzlich bestehen Busverbindungen in Richtung Veranstaltungsgelände.
Die Station Frankfurt-Höchst Farbwerke ist allerdings nicht vollständig barrierefrei. Für mobilitätseingeschränkte Besucher eignet sich deshalb die Verbindung über Frankfurt-Höchst besser.
Anreise mit dem Auto
Für die Navigation kann die Adresse
Pfaffenwiese 301
65929 Frankfurt am Main
verwendet werden.
Die Jahrhunderthalle liegt in unmittelbarer Nähe zur A66. Durch die Lage am westlichen Stadtrand ist die Anfahrt mit dem Auto grundsätzlich unkomplizierter als bei vielen Innenstadt-Locations.
Bei ausverkauften Veranstaltungen sollte dennoch zusätzliche Zeit eingeplant werden, da sich der Verkehr auf den Zufahrtsstraßen und rund um die Parkplatzeinfahrten stauen kann.
Parken an der Jahrhunderthalle Frankfurt
Einer der großen Vorteile der Jahrhunderthalle sind die eigenen Parkflächen unmittelbar am Veranstaltungsort. Insgesamt stehen rund 1.300 Stellplätze direkt an der Halle zur Verfügung.
Die Parkplätze öffnen bei öffentlichen Veranstaltungen normalerweise bereits einige Stunden vor Veranstaltungsbeginn und sind kostenpflichtig.
Die Zufahrt funktioniert inzwischen über automatische Kennzeichenerkennung. Beim Befahren des Parkplatzes wird das Kennzeichen erfasst, klassische Parktickets oder Schranken gibt es nicht.
Die Parkgebühr kann anschließend vor Ort oder über das Smartphone bezahlt werden. Auch eine nachträgliche Zahlung innerhalb eines begrenzten Zeitraums ist möglich.
Parkplätze sind zwar ausreichend vorhanden, aber es ist leider immer wieder mit viel Unfähigkeit der anwesenden Menschen zu rechnen. Oft staut es sich über mehrere Minuten auf dem Parkplatz zur Ausfahrt, weil viele Vorfahrtsregeln missachten oder sich schlicht nicht rücksichtsvoll verhalten.
Einlass und Sicherheitskontrollen
Beim Einlass führt das Sicherheitspersonal Taschenkontrollen durch. Größere Taschen und Rucksäcke sollten möglichst nicht mitgebracht werden. Bei einzelnen Veranstaltungen dürfen Taschen maximal DIN-A4-Größe besitzen.
Eigene Speisen und Getränke, Glasbehälter, gefährliche Gegenstände und Pyrotechnik dürfen nicht mit in die Halle genommen werden.
Zusätzliche Regeln können vom jeweiligen Veranstalter oder Künstler vorgegeben werden. Sprich, nicht immer sind hier auch im Publikum kompakte Kameras erlaubt. Lasst diese also besser gleich zu Hause und überlasst das Fotografieren uns, den professionellen Fotografen.
Garderobe und Taschenabgabe
Im Foyer stehen Garderoben zur Verfügung. Jacken und andere Garderobenstücke können dort gegen Gebühr abgegeben werden.
Für größere Taschen gibt es zusätzlich eine separate Taschenabgabe außerhalb beziehungsweise im Bereich des Haupteingangs.
Getränke und Gastronomie
Im Foyer werden bei öffentlichen Veranstaltungen Getränke und kleinere Speisen angeboten. Die Gastronomie öffnet normalerweise gemeinsam mit dem Einlass und steht auch während möglicher Veranstaltungspausen zur Verfügung.
Eigene Speisen und Getränke dürfen nicht mit in die Jahrhunderthalle genommen werden.
Je nach Auslastung der Halle stehen im Foyer und eine Etage höher, mehrere Getränkeausschänke zur Verfügung. Hier empfiehlt es sich, entsprechend zu verteilen. Man sollte nur aufpassen, sich an der richtigen Kasse anzustellen, leider ist nicht immer sofort ersichtlich, wo man nur Bar bzw. mit Karte zahlen kann.
Barrierefreiheit
Für Besucher mit Behinderung stehen Parkplätze in unmittelbarer Nähe zur Halle zur Verfügung. Mobilitätseingeschränkte Gäste können außerdem direkt bis vor das Gebäude gebracht werden.
Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Besucher gelangen mit einem Aufzug in den Veranstaltungssaal.
Für Rollstuhlfahrer stehen spezielle Plätze beziehungsweise entsprechende Bereiche zur Verfügung. Bei manchen Veranstaltungen ist eine vorherige Reservierung oder Bestellung spezieller Tickets erforderlich.
Barrierefreie Toiletten sind ebenfalls vorhanden.
Bei der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln sollte berücksichtigt werden, dass die Station Frankfurt-Höchst Farbwerke nicht vollständig barrierefrei ausgebaut ist.
Fotografieren und Presse
Professionelle Foto-, Video- und Tonaufnahmen sind bei regulären Veranstaltungsbesuchen nicht ohne entsprechende Genehmigung erlaubt.
Für Konzertfotografie ist deshalb eine Presseakkreditierung notwendig. Die konkreten Bedingungen werden vom jeweiligen Veranstalter, Management oder der Tourproduktion festgelegt.
Konzertberichte aus der Jahrhunderthalle Frankfurt
Auf concertvisions sind bereits Konzertberichte und Fotostrecken aus der Jahrhunderthalle Frankfurt erschienen.
Beth Hart in der Jahrhunderthalle 2026
Three Days Grace in der Jahrhunderthalle 2026
The Hives in der Jahrhunderthalle 2025
Adresse und wichtige Informationen
myticket Jahrhunderthalle Frankfurt
Pfaffenwiese 301
65929 Frankfurt am Main
Kuppelsaal:
bis zu rund 2.700 Personen bestuhlt
knapp 5.000 Personen bei Stehkonzerten
Club:
knapp 450 Personen bestuhlt
bis zu rund 600 Personen stehend
Parkplätze:
rund 1.300 Stellplätze direkt an der Halle
Öffentliche Verkehrsmittel:
S1 und S2 über Frankfurt-Höchst beziehungsweise Frankfurt-Höchst Farbwerke
Fazit zur Jahrhunderthalle Frankfurt
Die Jahrhunderthalle ist nicht nur wegen ihrer Konzertgeschichte eine Besonderheit unter den Locations im Rhein-Main-Gebiet. Der Kuppelbau aus den frühen 1960er-Jahren hebt sich architektonisch deutlich von modernen Mehrzweckhallen ab und deckt mit bis zu knapp 5.000 Gästen eine Größe ab, die zwischen klassischem Club und Arena liegt.
Praktisch sind vor allem die zahlreichen Parkplätze direkt am Gebäude. Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Halle erreichbar, wenngleich die Lage außerhalb der Innenstadt etwas mehr Planung verlangt als bei zentral gelegenen Locations.
Mit dem großen Kuppelsaal und dem kleineren Club können zudem sehr unterschiedliche Tourgrößen im selben Gebäudekomplex stattfinden.
Titelfoto (c): Ani Wenskus / concertvisions







