Herbert Grönemeyer – mittendrin akustisch in Mannheim 2026
Dass Konzerte von Herbert Grönemeyer einzigartig sind, wissen wir ja alle längst. Aber Akustik-Konzerte, ganz allgemein, verleihen Shows noch einmal einen besonderen Touch. Wir finden generell, dass es eigentlich viel zu wenige Akustik-Konzerte in Deutschland gibt. Nicht nur, weil sich hier u.U. noch mal eine ganz andere Seite der Musiker zeigt, sondern auch, weil die Songs anders arrangiert oft so viel anders wirken, anders berühren. So auch bei Grönemeyer.
Der Musiker selbst zeigt sich wieder in gemütlichem Freizeitlook. Hemd, Baggy-Hose – Hauptsache bequem ist da seit eh und je das Motto von Herbert.
So war es bei Herbert Grönemeyer in Mannheim
Los ging direkt mit einem starken Auftakt, den Herbert gemeinsam mit dem Chor begann: „Unfassbarer Grund“ ist der aktuelle Opener der Akustik-Reihe, bei der der Bochumer Musiker mit seiner runden Bühne „mittendrin“ im Publikum spielt – A Capella, ganz ohne elektronische Unterstützung in Form von Verstärkern o.ä.
Direkt nach dem Auftakt plauderte Herbert aus, dass ein großer Teil der Band aus der Region kommt. Für die Musiker:innen natürlich noch einmal ein besonderes und anderes Erlebnis, wenn man vor der eigenen Familie und Freunden spielt. Vor allem, wenn man dann auch als Zuschauer die Lieben der Musiker:innen auf der Bühne beobachtet und sieht, wie viel Spaß sie bei der Show haben!
Damit auch jedes Eck der SAP Arena etwas von Herbert abbekommt, bewegt sich der Ausnahmekünstler regelmäßig von der einen in die andere Ecke der 360-Grad Bühne und läuft immer wieder umher, um allen Fans gerecht zu werden. Auch ein Gang in den Bühnengraben scheut er nicht, um seinen Fans noch näher zu sein. Seine Band heizt regelmäßig den Gästen ein, animiert zum Klatschen, Mitsingen, Tanzen und Party machen.
Zwischendurch greift Herbert auch selbst in die Tasten, sitzt am Klavier oder spielt auch schon einmal Ukulele.
Zum ersten großen Tanz wird an diesem Abend bei „Doppelherz“ gerufen und das Publikum in Mannheim zeigte, dass man auch an einem Donnertagabend fit ist, um ordentlich zu feiern. Kaum ein Fan stand oder saß mehr still.
Gezielte Ansagen ans Publikum, auch politische, in dem sich Herbert Grönemeyer stark macht für „kein Millimeter nach rechts“, dürfen an diesem Abend nicht fehlen. Das anwesende Publikum in der Mannheimer SAP Arena stimmt applaudierend den Aussagen von Herbert zu, der sich außerdem noch für die Demokratie stark macht.
Akustisch geht laut und leise
Selbstverständlich durften auch Herberts bekannteste Songs wie „Dein Weg“ und „Flugzeuge im Bauch“ nicht fehlen. Hier war wieder einmal Gänsehaut vorprogrammiert. Denn ganz egal, ob der Song akustisch oder wie bereits 2023, bei einem normalen Konzert in der Halle mit Elektronik, oder gar Open Air (wie hier 2024 in Karlsruhe) ertönt. Hier hält jeder Fan inne, singt mit oder schwelgt in Erinnerungen.
Besonders hervorzuheben sind bei Grönemeyers‘ aktueller Tour auch die weiteren Stücke, die mit dem Chor gesungen werden. Nicht nur eben genannte ruhige Stücke werden vom Chor begleitet. Auch die einstige EM-Hymne „Zeit dass sich was dreht“ aus dem Jahr 2006 wurde von zahlreichen Background-Stimmen unterstützt und zeigte noch einmal mehr, welche Power so ein Akustik-Set hat. Auch hier bebte die Arena wieder, das Publikum feierte, als wäre gerade 2006 und die EM in vollem Gange.
Wer die Konzerte von Herbert Grönemeyer kennt, weiß, dass die Shows nicht einfach nach 1-1,5 Stunden zu Ende sind. Es gibt noch einen ordentlichen Nachschlag in Form von zahlreichen Zugaben. So auch wieder in Mannheim.
Hier durften Stücke wie „Halt mich“, „Was soll das?“, „Mambo“ oder auch „Männer“ nicht fehlen. DIE Songs, die Herbert Grönemeyer bei seinen Fans nich nur bekannt, sondern auch immer wieder auf’s neue beliebt machen. Warum hat man an diesem Abend in Mannheim wieder einmal mehr gespürt. Er erreicht seine Fans mit den Songs und natürlich auch den Texten. Sie sind einfach zeitlos und wenn wir ehrlich sind, findet sich mindestens ein Song bei Herbert im Repertoir, den man auch mit sich selbst, der eigenen Vergangenheit oder Gegenwart verknüpfen kann.
Eine Setlist, die Jahrzehnte miteinander verknüpft, viele Generationen verbindet. Viel mehr kann man kaum wollen.
Fazit: Grönemeyer kann auch akustisch!
Wie eingangs erwähnt: Akusik-Sessions sind und bleiben ein besonderes und anderes Erlebnis, als „normale“ Konzerte. Gerade auf der 360-Grad Bühne, die zunehmend an Popularität gewinnt. Selbst internationale Größen wie Metallica zeigen sich inzwischen so publikumsnah, dass sie mit diesem Konzept um die Welt touren. Im deutschsprachigen Raum wird Kollegin Helene Fischer noch in diesem Sommer mit einem ähnlichen Konzept (allerdings ohne Akustik-Set) auf Tour sein.
Ja, diese Shows berühren Fans noch einmal anders, bringen sie den Künstler:innen noch einmal auf ein andere Art und Weise nah. Sie machen einfach Spaß und zeigen, das Konzept ist inzwischen etabliert, kommt gut an und die Fans haben wahnsinnig viel Spaß. Egal, ob die Songs mitreißen, oder zum Nachdenken anregen.
Wir empfehlen nach wie vor, sich einmal Herbert Grönemeyers‘ Show anzusehen, auch wenn man kein Fan seiner Musik ist. Wie man Show macht, das Publikum unterhält und was für ein Entertainer in ihm steckt, sollte man auf jeden Fall einmal erlebt haben! Schließlich hat das Konzert gezeigt, wie gut Akustik-Shows funktionieren und vor allem auch ankommen.
Im nächsten Jahr geht’s auch wieder auf Arena- und Open Air Tour. Wo Herbert Grönemeyer genau auftritt, könnt ihr natürlich bei uns nachlesen. Tickets für alle Shows gibt’s u.a. auf eventim.de.
Titelfoto (c) Mathias Utz / Archivbild aus 2024









