Apocalyptica und EPICA rocken den Schlachthof in Wiesbaden

Lange mussten die Fans warten, bis sie ihre „Lieblings-Cello-Metal-Band aus Finnland“ (ja so nennen sich Apocalyptica auf ihrem Instagram Account selbst 😉 ) wiedersehen konnten. Etwas mehr als sechs Jahre sind seitdem (wenn man von der Tour mit Sabaton 2020, bei der sie „Special Guest“ waren, mal absieht) vergangen. Und nun war es gestern, am Dienstagabend im Schlachthof Wiesbaden endlich wieder soweit.

Eicca, Paavo und Perttu standen im Rahmen ihrer „The Epic Apocalypse Tour“ wieder an ihren Cellos. Selbstverständlich soll an dieser Stelle aber auch Mikko am Schlagzeug nicht vergessen werden.

Schön auch, dass Franky Perez rechtzeitig zur Show in Wiesbaden wieder anwesend war. Zum Auftritt in Hannover, einen Tag zuvor, packte er es leider nicht. Sein Flug wurde gecancelled. Für ihn sprang dann James von Wheel ein, die Band, die Epica und Apocalyptica auf ihrer Tour als Support-Act unterstützt. Aber wie das immer so ist – erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Leider erkrankte nun Wheels Frontmann James, so dass der Auftritt des Support-Acts in Wiesbaden nicht stattfinden konnte. Wir wünschen an dieser Stelle auf jeden Fall schnelle Genesung!

Zunächst gab es aber erst mal ordentlich was von Simone Simons und ihrer Band EPICA auf die Ohren. Die rothaarige Niederländerin zeigte ihre Stimmgewalt von der ersten Sekunde an. Die Fans in Wiesbaden zogen direkt mit und es gab kein halten mehr. Songs wie „Abyss of time“ und „Unchain utopia“ standen eben so auf der Setlist wie der aktuelle Kracher „Rivers“, welcher vor wenigen Tagen als Live-Version (inkl. Video) veröffentlicht wurde.

Nach rund einer Stunde Spielzeit wurde noch kurz die Bühne umgebaut. Und dann konnte es auch schon losgehen: Apocalyptica starteten mit „Ashes Of The Modern World“, „Grace“ und schließlich kam auch mit dem dritten Song „I’m not Jesus“ auch schon Franky Perez auf die Bühne. Natürlich durfte auch „Not Strong Enough“ an diesem Abend nicht fehlen, bei dem Franky alles gab. Das Publikum unterstütze wie so oft bei den Metallica-Klassikern „Nothing Else Matters“ und „Seek & Destroy“ mit lautstarkem Gesang. Paavo schnitt immer wieder mal seine fröhlich lustigen Grimassen. Wenn man nicht singt, muss man ja die Aufmerksamkeit neben dem Cello noch anderweitig auf sich ziehen. Und das klappt gut, zumindest auch für die Fotografen.

So neigte sich der Abend nach etwas mehr als einer Stunde Cello-Spielzeit leider auch schon wieder dem Ende entgegen. Perttu, Paavo und Eicca verabschiedeten sich beim Publikum, mit dem dezenten Hinweis, sich doch bitte am Merchstand mal ein neues T-Shirt zu kaufen, denn nach dem schweißtreibenden Abend rieche der Apocalyptica- und EPICA-Fan doch ein wenig streng. 😉


EPICA


APOCALYPTICA

Ani

Ani, 37, Fachinformatikerin. Hat concertvisions.net 2015 gegründet, fotografiert und schreibt aber schon einige Jahrzehnte länger. Kann sich Dinge merken, von denen andere nicht mal wussten, dass sie existieren. Manchmal auch hartnäckig wie eine Briefmarke - bleibt so lange an einer Sache dran, bis sie am Ziel ist.