Dolly Parton im Alter von 80 Jahren gestorben
Die Musikwelt trauert um Dolly Parton. Die US-amerikanische Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin ist am 25. August 2026 im Alter von 80 Jahren gestorben. Ihre Familie bestätigte ihren Tod am Dienstag. Eine Todesursache wurde zunächst nicht bekanntgegeben.
Mit Dolly Parton verliert die Musikwelt eine Künstlerin, deren Karriere weit über die Grenzen der Country-Musik hinausreichte. In mehr als sechs Jahrzehnten veröffentlichte sie zahlreiche Alben, schrieb Tausende Songs und wurde mit Stücken wie „Jolene“, „9 to 5“, „Coat of Many Colors“ und „I Will Always Love You“ weltweit bekannt.
Parton wurde am 19. Januar 1946 in Tennessee geboren und wuchs mit elf Geschwistern in einfachen Verhältnissen auf. Musik gehörte schon früh zu ihrem Leben. Bereits als Kind trat sie öffentlich auf, nach ihrem Schulabschluss zog sie nach Nashville und arbeitete dort zunächst vor allem als Songwriterin.
Von Nashville zum internationalen Erfolg
Einen wichtigen Schritt ihrer Karriere machte Parton Ende der 1960er-Jahre an der Seite von Porter Wagoner. Als regelmäßiger Bestandteil seiner Fernsehshow erreichte sie ein größeres Publikum und veröffentlichte mit ihm mehrere gemeinsame Aufnahmen. Parallel entwickelte sich ihre Solokarriere weiter.
In den 1970er-Jahren entstanden einige der Songs, die dauerhaft mit ihrem Namen verbunden blieben. „Jolene“ erschien 1973, ein Jahr später folgte „I Will Always Love You“. Letzteren schrieb Parton ursprünglich als Abschied von Wagoner, nachdem sie sich entschieden hatte, ihre Karriere unabhängig fortzusetzen.
Fast zwei Jahrzehnte später wurde das Stück noch einmal zu einem weltweiten Erfolg: Whitney Houston nahm „I Will Always Love You“ für den Film „The Bodyguard“ neu auf. Geschrieben worden war der Song jedoch von Dolly Parton, die dadurch auch einer neuen Generation von Hörern bekannt wurde.
Parton beschränkte ihre Arbeit schon früh nicht auf Country. Sie nahm Pop-Einflüsse auf, arbeitete mit Musikern aus unterschiedlichen Genres und erreichte mit ihrer Musik ein Publikum weit außerhalb der ursprünglichen Country-Szene. Auch als Schauspielerin war sie erfolgreich. Zu ihren bekanntesten Filmen gehören „9 to 5“ und „Steel Magnolias“.
Dolly Parton und die Rockmusik
Spät in ihrer Karriere kam noch ein Kapitel hinzu, das Parton selbst zunächst gar nicht erwartet hatte. 2022 wurde sie in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen. Zunächst wollte sie die Nominierung ablehnen, weil sie sich selbst nicht als Rockmusikerin betrachtete. Die Aufnahme nahm sie schließlich an – und machte daraus ein neues Projekt.
2023 erschien „Rockstar“. Für das Album nahm Parton eigene Songs und Rockklassiker auf und arbeitete mit zahlreichen Gästen zusammen. Paul McCartney, Ringo Starr, Elton John, Sting, Steven Tyler, Debbie Harry, Rob Halford, Stevie Nicks, Joan Jett, Pink und Lizzo gehörten zu den beteiligten Musikern.
Damit wurde aus der für Parton zunächst ungewöhnlichen Aufnahme in die Rock & Roll Hall of Fame schließlich ein komplettes Rockalbum.
Mehr als sechs Jahrzehnte Musik
Im Laufe ihrer Karriere verkaufte Dolly Parton weltweit mehr als 100 Millionen Tonträger. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und wurde sowohl in die Country Music Hall of Fame als auch in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen.
Dabei blieb das Songwriting ein wesentlicher Teil ihrer Arbeit. Parton schrieb nicht nur einen großen Teil ihrer eigenen Musik selbst, sondern verstand sich während ihrer gesamten Karriere in erster Linie als Songwriterin.
Auch abseits von Musik und Film baute sie zahlreiche Projekte auf. Dazu gehört der nach ihr benannte Freizeitpark Dollywood in Tennessee.
Einen großen Teil ihres Engagements widmete Parton außerdem der Bildung. 1995 gründete sie die „Imagination Library“. Das zunächst regional gestartete Projekt verschickt kostenlos Bücher an Kinder im Vorschulalter und wurde später auf weitere Länder ausgeweitet. Bis 2026 wurden auf diesem Weg mehr als 270 Millionen Bücher verteilt.
Bis ins hohe Alter arbeitete Parton weiter an neuen Projekten. Noch wenige Wochen vor ihrem Tod wurden Pläne für ein Broadway-Musical über ihr Leben bekanntgegeben.
Zu Miley Cyrus hatte Parton eine besondere Verbindung: Sie war deren Patentante und kannte die Sängerin bereits seit ihrer Kindheit. Später standen beide immer wieder gemeinsam auf der Bühne und nahmen zusammen Musik auf, zuletzt unter anderem eine gemeinsame Version von „Wrecking Ball“ für Partons Album „Rockstar“.
Dolly Parton wurde 80 Jahre alt.
Titelfoto (c) / Quelle: commons.wikimedia.org / Curtis Hilbun







