Annette Louisan ++ VERSCHOBEN ++

Annette Louisan ++ VERSCHOBEN ++

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Datum/Zeit
Date(s) - 28/03/2020
20:00 - 22:30

Veranstaltungsort
Rosengarten Mannheim

Kategorien


++ VERSCHOBEN ++

LIVE 2020
ANNETT LOUISAN
„Kleine große Liebe“

Annett Louisan ist die Stimme des deutschsprachigen Chansons. Zahlreiche
Gold- und Platin-Alben stehen für sich. Bis heute hat sie weit mehr als eine
Million Tonträger verkauft. Ebenso viele Menschen haben ihr auf ihren
Tourneen zugehört. Letztes Jahr veröffentlichte die Künstlerin ihr
langerwartetes neues Album „Kleine große Liebe“. Nach zweijähriger Pause
ist Annett Louisan im Sommer 2019 auf die große Konzertbühne
zurückgekehrt. Mit ihrer 5-köpfigen Band präsentierte sie erstmalig ihre
neuen Songs. Eine schöne Einstimmung für die kommenden Konzerte im
Frühjahr sowie im Sommer 2020. Insgesamt können sich die Fans auf 25
Konzerthighlights dieses Jahr freuen!

Annett Louisan will sich nicht weiterhin in ihrer gelernten Rolle gefallen, und
etwas Neues wagen. Weniger mit Charakteren und Figuren kokettieren, weniger
die Grauzonen zwischen „ich“ und der jeweiligen „Rolle“ ausleuchten, aber dafür
mehr Wahrheit, mehr Wahrhaftigkeit wagen. Es geht um den berühmten nächsten
Schritt. Was soll ich tun, mit der Zeit, die vor mir liegt? Will ich Verantwortung
übernehmen? Wo soll ich hin mit meiner ganzen Liebe? Mit meiner kleinen und
mit meiner großen Liebe. Mit meiner „Kleinen großen Liebe“. Über Kurz oder Lang
kommen diese Fragen. Auf Annett zu. Vielleicht auf jeden zu. Und im schönsten
Fall lösen sich diese Fragen im Dialog zwischen der Künstlerin und ihrem
Publikum auf.

Wir leben in einer Welt der unentwegten Begeisterung für uns selbst, in der wir
Projektionsflächen suchen, und selber welche sind. Dabei ist es viel spannender,
wenn wir auf uns selbst zurückgeworfen werden. Und sind wir dann erwachsen
geworden, und gibt es keine Ausreden mehr, gilt es, uns neu zu definieren.
Vor einiger Zeit hat Annett angefangen, alles neu zu sortieren. Am Anfang stand
die Geschichte von Trennungen. Vom alten Management, von den Produzenten,
Co-Schreibern, mit denen sie jahrelang erfolgreich gearbeitet hatte. Auch ihr
altes Label stellte den Betrieb ein, die künstlerische Heimat in Hamburg wird von
ihrem Label nach München verkauft, und Annett sieht diese Veränderungen jetzt
als Chance, weniger als Gefahr, und sie geht ihren neuen Weg durch die sich
auflösende alte Welt.

Das ist dein „The River“, sagt ein Freund zu ihr. Bruce Springsteen beschreibt in
dem gleichnamigen Song Menschen, die ihre Träume und Ziele korrigieren
müssen, weil das Leben sich geändert hat.

Annett Louisan hat sich geändert, ist angekommen, um gleich wieder
loszufahren. Das neue Album ist endlich ein Album, auf dem sie erzählt,
das noch mehr als zuvor von ihr handelt, dass ihr näherkommt als jedes ihrer
bisherigen Alben, und dass trotzdem so gut und so schlüssig in die Lebens- und
Künstlergeschichte der Annett Louisan passt. Angekommen ist sie, weil alle
Träume des Jungseins gelebt sind, und am Ende der Träume oft hässliche
Wahrheiten stehen; und losgefahren ist sie, weil so viele neue Wege zu gehen
und zu leben sind. Und es sich lohnt.

Auch Annett hat diese Verantwortung übernommen, wohnt heute mit ihrem Mann
und ihrer Tochter in Hamburg. If you Loose, don´t loose the lesson, sagt jemand
zu ihr auf einer Reise durch Andalusien im Spätsommer, immer noch mit dem
Wohnmobil unterwegs, aber auch mit Kind und Kegel. Und er hat Recht. Wir
wandern von Ort zu Ort, und am Ende kehren wir heim.
Ihre Reise war lang. Seit ihrem letzten regulären Studioalbum sind fast vier Jahre
vergangen, und es hat viel Mut erfordert, sich diese Zeit zu nehmen und zu
geben. Ein kurzer Zwischenschritt war ein Cover-Album mit Songs, die ihr sehr
viel bedeuten. Eine letzte Tour in 2017, bereits schwanger, war nochmal eine
liebevolle Umarmung mit ihrem Publikum. Und dann war Stille.
Auf ihrer kommenden Tour „Kleine große Liebe“ erzählt Annett Louisan von dem
Weg einer Künstlerin, erwachsen zu werden, aufmerksam zu bleiben,
Verantwortung für sich und anderen zu übernehmen, und sich selbst treu
geblieben zu sein.

 

Titelfoto (c): Christoph Koestlin

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